Die Besten im Digitalkamera Test 2017

Die Testsieger unter den digitalen Kompaktkameras

Die digitale Kompaktkamera hat ihren Zenit im Jahre 2016 überschritten. So sahen wir uns im Digitalkamera Test 2017 erstmals mit einem schwindenden Testfeld konfrontiert. Zumindest zieht sich die klassische Digitalkamera mehr und mehr aus der Öffentlichkeit, in kleine filigrane Smartphonegehäuse zurück. Wozu soll man auch Fotoapparat, Handy, Navi und Videokamera einzeln mit sich herumschleppen und bezahlen? Da kommen schnell 1000 Gramm zusammen und 1000 EUR gehen dahin. Besser ist es doch, die Digitalkamera in eine Multimedia-Device zu friemeln?! Wir finden dies auch, zumal die Smartphonekameras wesentlich an Praxistauglichkeit hinzugewonnen haben, sehen wir vom fehlenden Zoom, vom vorhandenen Bildrauschen und der Digitalkamera Testschlechteren Handhabung einmal ab. Die Bildqualität hat sich stark verbessert und nichts mehr mit den Handycams der goldenen Neunziger gemein. Im Digitalkamera Test 2017 gilt es zu klären, warum die digitale Kompaktkamera zwar ihren Zenit überschritten, aber dennoch nicht ausgedient hat. Zum einen möchten wir den Digitalkamera Testsieger bestimmen, aber auch dem Leser dabei helfen, die für ihn beste digitale Kompaktkamera zu finden. Die beste Kamera aus unserem Testbericht, muss nicht zwangsläufig auch Ihr persönlicher Testsieger sein, denn so groß wie das Angebot, so verschieden die Anforderungen.

Vor- und Nachteile kompakter Digitalkameras

Flutscht das dürre Smartphone ständig aus der Hand oder schneidet sich ins Fleisch des Fotographen, so lässt sich eine digitale Kompaktkamera sehr gut greifen. Diese Tatsache traf im Digitalkamera Test zwar nicht auf alle, aber auf die meisten Fotoapparate zu. Die Kameragehäuse sind größer, dicker und von besser greifbarer Haptik, als die dem Magerwahn verfallenen Smartphones.
Möchte man mit dem Smartphone eine plötzliche Situationskomik erfassen, muss man die integrierte Kamera erst mal startklar machen. Da viele Smartphones über keine menüunabhängige Kamerataste verfügen, gilt es sich erst mal durch das Menü zu hangeln. Der Bildschirm muss entsperrt werden, die Kamera-App muss gestartet werden, und wenn der niedliche Haase aus dem Bild gehoppelt ist, kann man endlich daran denken das Foto zu schießen. Da hilft es auch nicht weiter, dass aktuelle Smartphone-Kameras sehr schnell auslösen. Eine Digitalkamera schaltet man ein und man drückt auf den Auslöser - fertig. Der Haase ist im Kasten. Junge Menschen denen man das iPhone in die Wiege gelegt hat, wissen diesen Nachteil bedingt zu kompensieren. Reifere Menschen jenseits der 30 Lenze hingegen, werden die Unkompliziertheit einer gewöhnlichen Digitalkamera zu schätzen wissen und deren höheres Gewicht gerne mit sich herum schleppen.

Dann wäre da noch die Bildqualität. Wie bereits angedeutet, machen die Smartphonekameras bei guten Witterungsbedingungen recht gute Fotos. Auch wenn sich Wolken vor die Sonne schieben, agieren bessere Smartphonecams immer rauscharmer. Trotzdem! Betrachtet man die Testfotos im Detail, so gibt es gravierende Qualitätsmankos im Gegensatz zu den Testfotos einer kompakten Digitalkamera. Gerade wenn man Details vergrößern möchte, kommen die Defizite der Smartphonekameras zum Vorschein. Die Fotos sind im Detail verrauscht und unscharf. Dies liegt an der lichtarmen und zu kleinen Optik. Auch die Bildsensoren sind zu klein, beinhalten sie doch viel zu viele Pixel. Für einen Abzug 10x15 reicht es allemal, aber eine Ausschnittsvergrößerung wird oft zum deprimierenden Unterfangen. Wenn dann auch noch die Dämmerung herein bricht, wissen die Digitalkameras im Test, ihre Stärken auszuspielen. Untereinander gibt es natürlich wesentliche Unterschiede und nicht jede digitale Kompaktkamera mutiert zum Testsieger. Grundsätzlich aber sind Digitalkameras die zuverlässigeren Begleiter, möchte man in jeder Situation aufnahmebereit sein. Der stärkere Blitz ist hier ein wesentlicher Faktor. Bietet doch ein richtiger Blitz eine wesentlich höhere Reichweite wie eine kleine LED-Funzel. Dieser Sachverhalt addiert sich zum kleinen CMOS-Chip und zum lichtschwachen Objektiv der Smartphone-Cams hinzu. Einige Smartphones bieten zwei LED-Leuchten, andere gar keine LED-Funzel. Am Testergebnis ändert es kaum etwas. Unter schwierigen Lichtverhältnissen, ist die Digitalkamera ganz klar im Vorteil.
Das Teleobjektiv ist ein weiterer Vorteil der Digitalkameras, welcher mit zunehmender Auflösung an Bedeutung verliert. Soweit sind wir aber noch nicht. Irgendwann wird man das fehlende optische Zoomobjektiv kompensieren können, in dem man dank höherer Pixelzahlen, in der digitalen Nachbearbeitung seiner Fotos, die gewünschten Bildausschnitte einfach vergrößert. Diese Möglichkeit existiert aktuell noch nicht, da die versprochenen Auflösungen der in den Smartphones integrierten Digicams als blanker Hohn abgetan werden können. Zieht man das 12 Megapixel Foto eine Smartphonecam auf volle Größe auf, erkennt man nichts mehr, absolut nichts. Auch digitale Kompaktkameras versprechen oft mehr als sie halten, aber ihre Versprechungen sind nicht ganz so abwegig, wie der Digitalkameratest 2017 zeigt. Momentan ist das Zoomobjektiv der Kompaktkameras in Verbindung mit der lichtstärkeren Optik und den größeren Bildsensoren unabdingbar, möchte man die gemachten Fotos später bearbeiten oder gar kommerziell vermarkten.
Unterm Strich sei im Testergebnis vermerkt, dass sowohl Smartphone als auch Digitalkamera, unumstrittene Vorteile aufweisen. So hat man das Smartphone stets dabei, was nicht zuletzt an seiner Telefonfunktion liegt. Im Notfall reicht die Smartphonekamera oft aus, aber nicht immer. Gilt es ein Unfallszenario bei Dunkelheit festzuhalten oder möchte man Berlin bei Nacht auf Leinwand bannen, ist die Digitalkamera der Smartphonecam noch immer weit voraus. Auch lässt sich die digitale Kompaktkamera leichter einsatzbereit machen. In 3 bis 5 Jahren, wird die Digitalkamera ihre Vorteile verloren haben. Bis dahin ist die beste Digitalkamera eine digitale Kompaktkamera!

Der Digitalkamera Test im Einzelnen

Design, Haptik und Verarbeitung der digitalen Kompaktkameras

Im Digitalkamera Test 2017 galt es zunächst Design, Haptik und Verarbeitung der digitalen Kameras zu vergleichen. Nicht jede Digitalkamera wusste an dieser Stelle zu überzeugen. Der Kostendruck den die Konkurrenzsituation mit sich bringt, sorgt zum Beispiel für die Verwendung immer billiger anmutender Materialien. Solange Funktion und Haltbarkeit nicht darunter leiden, kann man dies hinnehmen. Leider leidet oft auch die Haptik unter den billigen und oft zu glatten Kunststoffmaterialien. Da flutschte die eine oder andere Digitalkamera im Test schon mal aus der Hand. Zwei digitale Kameras verabschiedeten sich auf diese weise schon zu Beginn des Testberichtes mit der Note "Mangelhaft". Bezüglich der Verarbeitungsqualität haben die Fotoapparate in den letzten Jahren deutlich zugelegt. Keine Digitalkamera versagte in dieser Testdisziplin. Die Spaltmaße waren gering und gleichmäßig, die Kunststoffe erwiesen sich als anständig entgratet und es hingen keine Teile lose herab. Die vorhandenen Anschlüsse waren sauber in die Gehäuse eingepasst, so dass sie ausnahmslos verwendbar waren. Das Design ist oftmals eine Frage des Geschmacks, aber nicht immer. Leiden Handlichkeit und Handhabung unter einem schlechten Design, führte dies im Digitalkameratest zur Abwertung der entsprechenden Kameras. Immerhin 4 der getesteten 38 Digitalkameras fielen so auf die Note "Mangelhaft" zurück. Weitere 17 Fotoapparate blamierten sich in dieser Disziplin. So lag entweder die ganze Kamera schlecht in der Hand, oder wichtige Bedienknöpfe waren schlecht erreichbar. Ergonomisch vorbildlich agierte der spätere Testsieger unter den Digitalkameras.

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Ausstattung und Bildqualität in Relation zum Gewicht

Das Gewicht bewerteten wir in Relation zur Ausstattung. Dies erschien uns sinnvoll, da eine Kamera mit optischem 10-fach Zoom, natürlich ein höheres Gewicht aber auch einen höheren Mehrwert auf die Wage bringt, wie eine Kamera mit optischem 3-fach Zoom. Natürlich gilt es im Test digitaler Kompaktkameras eine Gewichtsobergrenze festzulegen. Oberhalb von 200 Gramm ist eine kompakte Digitalkamera einfach zu schwer und auch zu sperrig, um sie stets in der Jackentasche mitzuführen. Innerhalb der Parameter gab es aber gehörige Unterschiede zwischen den zu vergleichenden Kameras. So ergaben sich bei identischer Ausstattung Gewichtsunterschiede von bis zu 30%. So kann eine Digitalkamera mit 8-fach Zoom 200 Gramm wiegen, oder auch nur 155 Gramm. Ergeben sich aus dieser Gewichtsersparnis keine Nachteile bezüglich der Produktqualität, so ergibt sich daraus natürlich ein Bewertungsvorteil! Ausstattungsmäßig lagen alle Digitalkameras im Test auf einem hohen Niveau. GPS boten unterdes nur die teuersten Spitzenmodelle. Ansonsten blieben auch bei günstigeren Digitalkameras kaum Wünsche offen.
Eine gute Optik braucht Platz und bringt ihr Gewicht auf die Wage. Ein lichtstarkes Objektiv muss einen Mindestdurchmesser haben, damit genügend Licht auf den viel zu kleinen Bildsensor fällt. Besser ist es natürlich, wenn auch der CMOS-Sensor nicht zu klein wäre. Ist er aber meistens. Wie dem auch sei, eigentlich ist es unmöglich, dass eine Smartphonecam brauchbare Bilder macht. Aber nur eigentlich! Denn eigentlich machen die winzigen Smartphonekameras heute unter Normalbedingungen Aufnahmen, die sich auf dem 1.Blick in ihrer Qualität nicht von den Fotos der Kompaktkameras unterscheiden. Wir können Ihnen dieses Phänomen nicht erklären, da wir keine Ahnung haben. Im Digitalkamera-Test 2017 konnten wir aber feststellen, dass hohe Bildqualität und geringes Gewicht immer noch Eigenschaften sind, die sich nicht vertragen. Sie sind sich näher gekommen, aber noch nicht nah genug. Auch wenn die gebotene Bildqualität der Smartphonekameras mittlerweile höchsten Laienanforderungen genügen, so hat die klassische Digitalkamera immer noch ihre Existenzberechtigung, wie im Vergleich festgestellt werden konnte. Der Begriff "Klassische Digitalkamera" ist schon interessant, waren sie es doch, welche vor 10 Jahren die Kompaktkameras mit ihren Rollfilmen zunächst zaghaft und dann rambazamba vom Markt gefegt haben. Da gab es Leute die gesagt haben, "Ich werde mir mal nie eine digitale Kamera kaufen, da sie nicht annähernd so gute Fotos macht, wie eine analoge Kompaktkamera". Für Jene machen wir nun diesen Digitalkamera-Test. Diese ewig Gestrigen verweigern sich heute dem Smartphone und schwören auf die reinrassige Digitalkamera. Doch es gibt noch andere Gründe, welche einen Digitalkameratest sinnvoll erscheinen lassen. Digitale Kompaktkameras liegen besser in der Hand, sind einfacher zu bedienen, bieten mehr Möglichkeiten und erzeugen unter schwierigen Lichtverhältnissen die besseren Aufnahmen, wie zahlreiche Testfotos beweisen.

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Die Funktionalität im Digitalkamera Test

Als besonders wichtig erscheint uns im Digitalkamera-Test nicht nur das Vorhandensein diverser Funktionen, sondern auch deren Eignung im praktischen Einsatz. So darf es nicht verwundern, dass die Auslöseverzögerung auch im Digitalkamera-Vergleich 2017 eine übergeordnete Rolle spielte. Die negativen Ausreißer welche in den Testberichten vergangener Jahre zu beklagen waren, mussten diesmal nicht festgestellt werden. Die Auslöseverzögerung war bei allen getesteten Fotokameras "Gut" bis "Sehr Gut". Möchte man des Öfteren bewegte Objekte wie Sportlerinnen oder Fahrzeuge fotografieren, sollte man dennoch einen Apparat wie die beste Digitalkamera unseres Testberichtes bevorzugen. Immerhin 7 der getesteten Kompaktkameras lösten subjektiv betrachtet in Echtzeit aus. Dies bedeutet unterdes nicht, dass die daraus resultierenden Testfotos von guter Qualität sein müssen. Bei 4 Kameras war es aber so. Besonders der spätere Digitalkamera-Testsieger erfreute mit sehr guter Bildqualität bei schneller Auslösung. Wohlgemerkt bei bewegten Objekten! Stillleben vermochten auch andere digitale Kompaktkameras gut und schnell auf Leinwand zu bannen.
Die größten Unterschiede traten im Test der Digitalkameras, bezüglich der verbauten optischen Zoomobjektive zu Tage. Dabei ging es uns grundsätzlich nicht darum, Kameras mit geringerer Brennweite abzuwerten. Wer eine besonders kleine und leichte Kamera wünscht, muss halt einen kleineren Zoombereich in Kauf nehmen. Wer den Vorteil des größeren Zoombereiches anstrebt, hat den Nachteil des höheren Kameragewichtes zu tragen. Die Abmessungen sind dann ebenfalls etwas größer. Hier der einen oder anderen Digitalkamera einen Strick draus zu drehen, wäre Falsch. Der Käufer muss sich halt vor der Auswahl der geeigneten Kamera die Frage stellen, was er eigentlich benötigt und was für ihn das beste ist. Wer nur daheim oder auf Stadtbesichtigungen fotografieren möchte, dem genügt oft ein opt. 4-fach Zoom, wie es derzeit Standard ist. Zur Not kann er, bei entsprechender Auflösung und Bildqualität, eine Ausschnittsvergrößerung anfertigen. Auf ein Weitwinkel sollte aber auch er nicht verzichten. Wanderer, welche die unendlichen Weiten der Pampa einfangen möchten, oder den Brocken im Harz ganz nah heran zoomen möchten, sollten sich Gedanken über einen größeren Zoombereich machen. Bei den digitalen Kompaktkameras unter 200 Gramm, hat sich im Test das optische 8-fach Zoom als sinnvolles Optimum herausgestellt. Auch hier wird man im Einzelfall nicht um digitale Ausschnittsvergrößerungen umhin kommen. Die Bildqualität leidet aber weniger, je größer das optische Zoom. Letztere Behauptung hat sich unterdes im Digitalkameratest 2017 als reine Theorie erwiesen, denn nicht alle Testprobanten hatten ihr Teleobjektiv unter Kontrolle. Maßgeblich verantwortlich für die Effektivität eines Zoomobjektives ist der Bildstabilisator der Kompaktkamera. Gab es im letzten Kameratest noch Pappenheimer welche gar keinen Bildstabilisator verbaut hatten, so verfügten 2017 alle Fotoapparate über den so nötigen Verwackelungsschutz. Doch nicht alle Bildstabilisatoren arbeiteten zufrieden stellend. Je weiter man das optische Zoom ausfuhr, desto mehr verwackelten einige Apparate die Aufnahmen. Die beste Digitalkamera im Test kannte solche Probleme unterdes nicht. Die Testsieger Kamera und 5 weitere Digitalkameras empfahlen sich im Vergleich auch dem Tattergreis. Insgesamt 13 Testkandidaten hatten schon bei eingefahrenem Zoomobjektiv Schwierigkeiten, eine Landschaftsaufnahme unverwackelt in den Kasten zu kriegen. Da hätte man den Bildstabilisator genau so gut weglassen können. Ebenfalls galt es die Handhabung und die Schnelligkeit der Zoomobjektive im Test einzuschätzen. Wichtig erschien uns die gute Erreichbarkeit der Zoomwippe. Auch sollte es selbstverständlich sein, das optische Zoom auch bei Videoaufnahmen verwenden zu können. Nicht alle Kameras ermöglichten dies. Immerhin 3 der getesteten digitalen Kompaktkameras, so auch der Testsieger, verzichteten nicht auf dieses Feature. Leichte Zoomgeräusche vermochten unterdes auch die besten Digitalkameras 2017 nicht ganz zu unterbinden.

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Die Qualität der Resultate im Vergleich

Im Digitalkamera Test gilt es heute nicht nur Fotos, sondern auch Videos in ihrer Aufnahmequalität zu bewerten. Uns lagen Fotoqualität als auch Videoqualität gleichermaßen am Herzen. Videoaufnahmen bringen einen hohen Spaßfaktor, wenn die Kamera eine gewisse Eignung dafür an den Tag legt. Einige wenige Digitalkameras können es, abgesehen von der eher bescheidenen Tonqualität, beinah mit professionellen Fernsehkameras aufnehmen. Doch Vorsicht! Die in den Datenblättern der Kameras angegebenen Auflösungen sagen wenig über die tatsächliche Videoqualität der späteren Aufnahmen aus. Viele Kameras ermöglichen mittlerweile die Aufnahme von HD- oder gar FullHD-Videos. Leider machen viele Kameras bei hoher Auflösung zu wenig Bilder pro Sekunde. Mindestens 24 Bilder pro Sekunde sollten es sein, besser noch 30, um ein flüssiges Video zu erzeugen. Gerade bei schnellen Kameraschwenks stießen viele Kameras an ihre Grenze. Der Digitalkamera-Testsieger wusste auch in dieser Disziplin zu überzeugen. Die FullHD-Videos der besten Digitalkamera im Test, boten eine achtbare Qualität. Sogar der Ton erwies sich beim Testsieger unter den digitalen Kompaktkameras als recht ordentlich. Wunder darf man bezüglich der Tonqualität nicht erwarten. Dazu sind die verbauten Mikrofone zu winzig. Viele Digitalkameras vermochten es unterdes vortrefflich, Eigengeräusche aufzunehmen. Dies betrifft sowohl die Zoomgeräusche der Kamera, als auch die Atemgeräusche des Fotografen. Bis zu einem gewissen Grad, gilt es diesen Nachteil zu tolerieren. Bei einigen Testkandidaten kamen wir jedoch nicht umhin, einige Punkte abzuziehen.
Die Qualität der Fotos erwies sich bei allen Testkandidaten als "Gut" bis "Sehr gut", solange die Lichtbedingungen stimmten, und das Endresultat nicht auf volle Größe aufgezogen wurde. Wie in den Testberichten vergangener Jahre, überboten sich auch 2017 die Kamerahersteller mit aberwitzigen Pixelzahlen. Versieht man einen Bildsensor mit zu vielen Pixeln, gelangt zu wenig Licht auf die einzelnen Bildpunkte. Die Folge ist das unerwünschte Bildrauschen. Das Bildrauschen verstärkt sich mit abnehmender Umgebungshelligkeit, wird aber auch bei guter Beleuchtung ersichtlich, wenn man ein 12 Megapixelbild in Maximalgröße am Rechner darstellt. Eine Kamera welche 12 Megapixel verspricht, macht in Wirklichkeit nur bis 5 Megapixel brauchbare Aufnahmen. Dies heißt nicht, dass man bei den Voreinstellungen der Kamera die Auflösung reduzieren sollte. Wir empfehlen immer die Maximalauflösung zu wählen, es sei denn der Speicherplatz ist begrenzt. Später gilt es aber das Foto zu verkleinern, bzw. es nicht auf volle Größe aufzuziehen. Die Versprechungen der Hersteller sollte man unterdes nicht zu ernst nehmen. Aktuelle Kompaktkameras stoßen aufgrund der kleinen Bildsensoren und der lichtschwachen Objektive, bei 5-8 Megapixel an ihre Grenzen. Wir verglichen im Digitalkamera-Test 2017 generell 5 Megapixel-Aufnahmen miteinander, auch wenn der eine Fotoapparat 12 Megapixel und der andere 14 Megapixel im Datenblatt versprach. Die beste Digitalkamera im Test, belegte in dieser Disziplin den zweiten Platz. Bei Dämmerung sind die Fotos aktueller Kompaktkameras deutlich besser wie Aufnahmen von SmartphoneCams, reichen aber bei weitem nicht an die Resultate einer Spiegelreflexkamera heran. Einige Testkandidaten vielen aufgrund des doch zu hohen Bildrauschens durch das Testraster. 4 der Testprobanten, u.a. der Testsieger, kamen auch mit ungünstigen Witterungsverhältnissen sehr gut zurecht. Sogar Nachtaufnahmen gelangen erstaunlich gut, so genügen Restlicht z.B. durch Straßenlaternen gegeben ist. Die integrierten Blitzlichter sind zwar erstaunlich gut, stoßen aber bei weiter entfernten Objekten an ihre Grenzen. Immerhin ist der Blitz einer digitalen Kompaktkamera deutlich zweckmäßiger, wie eine LED-Fotoleuchte am Smartphone.

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Die Zukunft der Digitalkamera

Die digitale Kompaktkamera wird sich mehr und mehr in das Smartphone zurück ziehen. Zu groß sind die Möglichkeiten, welche ein Smartphone zu bieten hat. Nicht nur das niedrige Gewicht prädestiniert das Smartphone als Kameraersatz. Das integrierte GPS-Modul versieht die Aufnahmen mit den genauen Aufnahmekoordinaten, so dass der Aufnahmeort in einer Karte markiert oder später erneut erwandert werden kann. Dank integrierter UMTS- oder LTE-Module, können Aufnahmen direkt in sozialen Netzwerken veröffentlicht und mit Gleichgesinnten geteilt werden. Fotos können direkt am Smartphone-Touchscreen bearbeitet werden. Videos können direkt am Smartphone-Bildschirm betrachtet oder schnurlos zum TV übertragen werden. Die offensichtlichen Nachteile aktueller Smartphonekameras werden in zukünftigen Modellen stark reduziert in Erscheinung treten. Kamerahersteller werden parallel dazu, digitale Kompaktkameras mit Smartphone-Komponenten ergänzen. So gibt es schon jetzt Digitalkameras mit GPS, Touchscreen oder integriertem WLAN-Modul. Diese verbinden die Vorteile der Smartphonecams, mit der besseren Bildqualität einer Kompaktkamera. Aufgrund des höheren Gewichts und der oft unausgereiften Firmware, spielten diese Digitalkameras beim Kampf um den Testsieger Titel 2017 noch keine Rolle.

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