Trolley Test 2017: Die besten Koffer mit Rollen im Vergleich

Hartschalenkoffer und Weichschalenkoffer mit Rollen im Set

Ein jeder hat sein Köfferchen zu tragen. Da wäre es doch nur gut wenn dieser Rollen hätte und man dessen Last auf mehrere Kulis verteilen könnte! Ein Gepäck-Set bestehend aus Trolleys mit Rollen und ausziehbaren Griffen wäre da genau das Richtige. Doch welches Kofferset erweist sich im Test als das Beste? In Abhängigkeit von persönlichen Vorlieben und der Zahl an Lastenesel innerhalb der Familie, muss das beste Gepäckset aus unserem Koffer Test 2017, nicht als Trolley Test 2017: Die besten Koffer-Setsder Testsieger eines jeden Einzelnen hervorgehen. Die Zahl der im Kofferset enthaltenen Gepäckstücke, aber auch die Härte deren Schale, erlauben letztendlich kaum Rückschlüsse auf das Testsieger-Potential der Reisekoffer. Entscheidender sind unserer Meinung nach die Qualität des Schalenmaterials, der Rollen und der ausziehbaren Teleskopgriffe. Nur wenige Koffersets konnten uns im Test ganzheitlich überzeugen. Minderwertige Radaufhängungen, ausgerissene oder gebrochene Teleskopgriffe und verschlissene Kofferschalen waren im Kofferset Test 2017 die Regel. Der Griff zum günstigen Kofferset aus dem Wühltisch verbietet sich auch dem Gelegenheits-Urlauber. Die Lebensdauer günstiger Trolleys leidet nicht unter nutzungsbedingtem Verschleiß, sondern unter windigen Konstruktionen und übertriebener Materialeinsparung. So sind zwei von drei Koffersets schon vor dem ersten Urlaub kaputt, während das dritte Gepäckset an die nachfolgende Generation vererbt werden kann. Dazwischen gibt es leider nicht viel. Im Testergebnis gilt es festzuhalten, dass ein gutes Reisekoffer-Set, den Preis einer Urlaubsreise übersteigen kann. Wer wenig Geld ausgeben möchte, sollte statt zum Hartschalenkoffer aus dem Wühltisch, zur Plastiktüte unterm Kassenlaufband greifen!

˃˃   das beste Kofferset 2017...  ˂˂

Hartschalenkoffer oder Weichschalenkoffer kaufen?

Eher eine Frage der persönlichen Philosophie, aber auch eine Frage der Materialqualität, lässt sich auch aus unserem Test heraus, keine eindeutige Empfehlung zugunsten von Hartschalenkoffer-Set oder Weichgepäck-Set aussprechen. Einzig die Hartschalenkoffer des gehobenen Preissegmentes, insbesondere die teuren aber auch sehr schweren Aluminium-Koffer, schützen zerbrechliche Urlaubsmitbringsel besser als Textilkoffer. Hartschalenkoffer aus den Wühltischen der Discounter bieten zwar den Vorteil der leichteren Reinigung im Vergleich zu den Polyester-Koffern mit weicher Schale, fallen aber beim ersten Sommerurlaub der UV-Strahlung zum Opfer. Kleinste Rempler verschandeln nicht nur deren Antlitz, sondern drohen deren ˂1mm dünnen Hüllen aufzuschlitzen, wie ein Eisberg die Titanic. Oftmals sind solche "Hartschalen-Gepäck-Sets" schon in den Wühltischen der Supermärkte zerkratzt und zerbeult. Der Geizkragen möge sich den Fuffi sparen und stattdessen ein paar Einkaufstüten an der Kasse schnorren. Oder aber er greift zu einem Weichschalen Kofferset des unteren Preissegmentes. Zwar versagten auch deren Griffe und Rollen im Dauertest, boten aber eine etwas dauerhaftere Polyesterhülle. Im Vergleich zur Hartschale zerbeult und zerkratzt sie nicht so schnell. Auch zerplatzt der Weichschalenkoffer nicht wie ein rohes Ei, wenn er aufgrund eines abgerissenen Handgriffes aus 30cm Höhe auf den Boden prallt.

Für fliegende Koffer Käufer ist das Gewicht der leeren Gepäckstücke von Interesse, denn Handgepäck und Freigepäck dürfen in Abhängigkeit von der jeweiligen Fluggesellschaft, bestimmte Gewichtsgrenzen nicht überschreiten. Gegebenenfalls langen die Billigairlines richtig zu, wenn das Köfferchen 10g mehr auf die Waage bringt. Doch auch hier kann keine eindeutige Aussage zugunsten von Weichgepäck oder Hartgepäck getroffen werden. Wieder hängt es von der individuellen Materialqualität der jeweiligen Schale ab. Es gibt super leichte Weichkoffer deren Stoff an Nylon-Strumpfhosen erinnert. Einmal mit dem Fingernagel dran hängen geblieben und schon ist seine Breitseite aufgerissen. Ist die Stoffqualität deutlich dauerhafter, hält der Weichschalen-Trolley länger, lässt sich aber schwerer tragen. Außerdem ist er deutlich teurer. Ein solch wertiger Weichkoffer ist dann auch schwerer, als ein windiger Hartkoffer. Ein richtig stabiles Hartkofferset hingegen, kann natürlich das Gewicht eines Koffersets aus schwerem Textil toppen. Wer russische Beutekunst aus der Sowjetunion in die BRD schmuggeln möchte, dem empfehlen wir natürlich den Kauf eines massiven Hartkoffers. Dessen Verwindungssteife schont die Bilderrahmen, die hohe Punktfestigkeit schützt das Gemälde in des Rahmen Mitte. Wer statt zum Alu-Kofferset zu Carbon Trolleys greift, bekommt ein Gemälde mehr ins Freigepäck!
Auch wer auf seinen Status achtet, muss nicht zwangsläufig zum Hartgepäck greifen. Ein wertiges Gepäckset aus Textil hinterlässt ebenfalls einen gediegenen Eindruck bei Mitreisenden und der buckligen Verwandtschaft. Allenfalls der persönliche Geschmack und der eigene Stil sind ausschlaggebend, möchte man sich sein persönliches Testsieger Gepäckset kaufen. Im unteren Preissegment sieht es kaum anders aus. Zerplatzt der günstige Hartkoffer auf der Hinfahrt, so zerreist der billige Textilkoffer auf der Rückfahrt. Voll zum Robert macht man sich in beiden Fällen. Immerhin werden derlei schäbige Trolleys nicht geklaut. Sie rollen auch nicht von alleine davon, denn sie zerbersten am ersten Schlagloch.
Letztendlich entscheidet neben der persönlichen Koffer-Philosophie, der Füllstand der eigenen Brieftasche, bei der Wahl des richtigen Koffersets. Bekommt man für unter 100 EUR schon ein wertiges Weichkoffer-Set, gilt es für einen haltbaren und wertig anmutenden Satz Hartkoffer-Trolleys, gut das Doppelte auf die Ladentheke zu blättern.

Der Trolley Test 2017 im Detail

Jährt sich der letzte vollständige Trolley Test der Stiftung Warentest 2017 zum 12. Mal, so war es aus unserer Sicht mal wieder notwendig, aktuelle Rollenkoffer auf ihre Zweckmäßigkeit und Langlebigkeit hin zu testen. Ein solcher Koffertest ist ein vielschichtiges und aufwendiges Unterfangen. So beschränkte sich die Stiftung Warentest im Koffer Test 2012, auf das Feststellen des Schadstoffgehaltes in den Griffen der Rollenkoffer. Ein bisschen wenig an Informationen, möchte man sich 2017 ein Trolley-Set kaufen.
In unserem Trolley Test galt es deshalb die Stärken und Schwächen aktuell erhältlicher Reisekoffer mit Rollen, unabhängig ob Hart- oder Weichgepäck, herauszuarbeiten. Zu diesem Zwecke zogen wir 37 Trolleysets hinter uns her und hoben sie über Unebenheiten hinweg. Wir prüften die Rollen, Griffe, Teleskopgriffe, Schlösser und Reisverschlüsse der Koffersets auf Funktion und Haltbarkeit. Das Design betrachteten wir mit größter Toleranz, wenn gleich wir im Inneren der Koffer, eine zweckmäßige Aufteilung für den Gewinn des Testsieger Titels voraussetzten. Die Frage ob Hartkoffer oder Weichkoffer, erwies sich in unserem Test schnell als Frage der persönlichen Philosophie und der individuellen Materialqualität der einzelnen Gepäckstücke.

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Im Trolley Test 2017: Rollen für die Ollen

Ein Kofferset ohne Rollen hat durchaus seine Vorteile. Die zwei häufigsten Defektquellen Teleskopgriff und Rollen entfallen. Ein solches Gepäckset kostet auch nur die Hälfte im Vergleich zum Trolley Set. Man weiß von Anfang an, dass man dessen Koffer tragen muss, während man bei einem Trolley bis zum ersten Schlagloch von dessen Fahrtüchtigkeit ausgehen darf.
Im Trolley Test 2017 wollten wir es genau wissen. Für welche Kilometerlaufleistung sind die Kofferrollen, Radlager bzw. Kugellager ausgelegt? Kann man damit von Hamburg nach München laufen oder sollte man besser den Flieger nehmen? Das Testergebnis wird einige schockieren. Die dürren Rädchen der Koffer bieten eine Laufleistung von ˂1km auf glattem festen Sind die Kofferrollen verschlissen, ist es aus mit dem Trolley! Untergrund (Beton, Fließen, sauber verlegte Pflastersteine und Gehwegplatten). Zieht man die Gepäckstücke mit Bedacht hinter sich her, lässt sich die Laufleistung etwas erhöhen. Man sollte aber nicht davon ausgehen, denn die ersten Koffersets verweigerten bereits nach hundert Metern die Weiterfahrt.
Die Rollen der Trolleys dienen bedingt der Fahrt vom Parkplatz zum Zug und sollen zudem das Umsteigen erleichtern. Auch auf diesen kurzen Strecken empfiehlt es sich, die Koffer über Unebenheiten ˃8mm hinweg zu heben.
Erwiesen sich die Kofferrollen in unserem Trolley Test oft als hanebüchene Attrappen, so sorgen sie bestenfalls für eine kurzzeitige Erleichterung. Dies kann auch gar nicht anders sein, schaut man sich die winzigen Kofferrollen einmal genauer an. Pro Meter müssen sie sich 15-20 mal um ihre eigene Achse drehen. Dies belastet die Auflageflächen und verschleißt deren Lager. Die hohe Reibung sorgt für eine ungesunde Wärmeentwicklung und hat mitunter ein Festlaufen der Radlager zur Folge. Die relativ großen Zwillingsrollen teurer Hartschalenkoffer schlugen sich im Test am Besten. Leider findet man die Zwillings-Rollen nur an besseren Hartschalen-Trolleys. Textilkoffer aber auch Hartschalenkoffer aus dem Wühltisch, kamen in der Regel mit winzigen Single-Rollen daher. Die Hersteller der Koffer müssen neben der Laufleistung der Rollen, natürlich auch das Gewicht ihrer Gepäckstücke im Auge behalten. Da kann man keine Schubkarrenräder verbauen! Den Herstellern möchten wir das schlechte Testergebnis deshalb nur bedingt vorhalten. Wenn deren Rollen im Dauertest die Kilometermarke durchbrachen, erachteten wir dies als gutes Testergebnis! Als weniger gut erachten wir die Eratzteilversorgung, aber auch die oftmals nicht gegebene Möglichkeit der Rollenreparatur. Nur wenige Hersteller bieten Ersatzrollen und Kugellager für ihre Trolleys an. Fast alle Hersteller verkleben oder vernieten die Rollen derart an ihre Koffer, dass diese zu Wegwerf-Trolleys mutieren. Dies ist nicht in Ordnung!
Den Konsumenten muss man hingegen deren übersteigerte Erwartungshaltung austreiben und sie dazu animieren, beim Kauf der Koffer auf die Qualität deren Fahrgestells und dessen Rollen zu achten. Die Unterschiede in der Haltbarkeit sind meistens auf dem ersten Blick sichtbar! Achten Sie auf das Vorhandensein großer Rollen, am besten Zwillingsrollen und erfragen Sie die Verfügbarkeit von Ersatzrollen! Insbesondere wer aus dem Koffer lebt oder mehrmals im Jahr in die Ferne reist, möge passende Ersatzrollen gleich zum Koffer Set dazu kaufen! Selbst der beste Trolley büßt irgendwann seine Rollen ein. Ob es dann noch passende Koffer Rollen als Ersatz zu kaufen gibt? Eine Garantie gibt es auf die Koffer-Rollen nicht wirklich. Zwar werben einige Trolley Hersteller mit einer Garantie von 5-10 Jahren, schränken deren Wirksamkeit aber in einem Nebensatz ein. So fallen Schäden die durch Überlastung, Witterungseinflüsse, Abnutzung oder Gebrauch entstehen, nicht unter die Garantie. Was fällt denn eigentlich unter die Garantie? Kurz gesagt, Nichts!

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Doppelte Gefahr: Die Trolley Griffe im Test

Auch einige Griffe ernteten Pfiffe! Bei Trolleys hat man zudem das Problem, dass gleich zwei Griffe kaputt gehen können. Da wären zum einen der Tragegriff, welcher auch bei Koffern ohne Rollen für Ärger sorgt, und zum anderen der ausziehbare Teleskopgriff, welcher den Trolley maßgeblich charakterisiert. Richtig dimensioniert und verschraubt, könnte letzterer den 3. Weltkrieg überstehen. Bei den besten Trolleys wäre dies auch durchaus der Fall, wie unser Test gezeigt hat. Damit könnte man auch Flucht und Vertreibung in Angriff nehmen. Im unteren Preissegment sieht es nicht ganz so rosig aus. Da sollte man seine Wertgegenstände besser in der Heimat vergraben, um sie später zurück zu erobern. Wer neben der Zahnbürste auch noch den Becher retten möchte, riskiert den Bruch des Teleskopgestänges. Mitunter reißt auch der Griff von den dürren Streben. Die Teleskopstreben erwiesen sich im Koffer Test 2017 oft als unterdimensioniert. Das verwendete Aluminium oder Weißblech war nicht selten von minderwertiger Qualität. Trotzdem blieben die ganzflächigen Sollbruchstellen oft im Verborgenen, weil zuvor die Rollen den Dienst quittierten. In zwei Fällen zerbarst der Teleskopgriff, weil die Rollen brachen. Der sich überschlagende Hartschalenkoffer zerplatze dabei, wie ein 5min Ei. Bei einem Trolley aus Textil, ward die Hülle instabil. Für beide Koffer war der Test beendet.
Nicht nur unterdimensionierte und minderwertige Materialien zeichneten sich für den Verlust der Zugvorrichtungen verantwortlich. Mitunter wurden auch die Griffe zu schwach an den Streben vernietet. Einmal etwas ruckartig die Fahrt aufgenommen, und schon stürzte der Hintermann über den abgerissenen Trolley. Zwei Produktprüfer verloren so im Koffertest 2017 ihr Leben oder aber auch nicht. Im wahren Leben jedoch, z.B. auf der Flucht, gibt's vom Schweinetreiber entweder die Kugel oder´ne Wucht. Nicht alle Trolleys des unteren Preissegmentes besaßen derart untaugliche Zuggriffe, aber doch die meisten. Die mangelhafte Verwindungssteife vieler Zuggestänge ließ schon zu Beginn unseres Testberichtes, kein gutes Testergebnis erahnen.
Besser noch als bei den Rollen, sieht auch der Käufer das Potential der Teleskopgriffe auf dem ersten Blick. Sehen diese wie bessere Stabantennen aus und wurde ihnen ein dürrer Griff übergestülpt und notdürftig vernietet, brauchen Sie keinen Testbericht der Stiftung Warentest hervor zu kramen, um deren Dauerhaftigkeit abschätzen zu können. Ein derart bestückter Trolley eignet sich allenfalls für Krankenhausflure!
Keinesfalls gilt es in einem fundierten Trolley Test, die Tragegriffe der Koffer zu ignorieren! Auch hier ein ähnliches Bild. Ein Kofferset für unter 100 EUR sollte man keinesfalls überladen! Beim Anheben eines billigen Koffers immer mit Gefühl agieren! Denken Sie dabei an die Ernte einer Mohrrübe. Zerren Sie zu heftig, reißen Sie nur das Kraut von der Möhre. Ziehen Sie ganz langsam, hebt sich auch die Rübe aus dem Boden. Ein Kofferset des gehobenen Preissegmentes verfügt in der Regel über stabilere Tragegriffe. Davon ausgehen sollte man allerdings nicht, denn in unserem Trolley Test versagten auch einige der weniger günstigen Koffer, schon bei normaler Beladung.

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Die Kofferschalen im Test

Es ist nicht einfach für eine faire Bewertung der Kofferschalen in einem Trolley Test zu sorgen. Die Bewertung der Kofferschalen resultiert maßgeblich aus den zugrunde gelegten Kriterien. Insbesondere wer ein Kofferset fürs Leben kaufen möchte, weiß heute nicht, was er in 5 Jahren damit zu transportieren gedenkt und welches Gefährt er dann bevorzugt. Manch einer mutiert zum Koksmuli, ein anderer verdient sein Geld mit dem Import geschützter Arten. Aber auch wer einfach nur in den Urlaub fliegen möchte, kommt nicht selten mit archäologischen Ausgrabungen zurück. Für die Klamotten genügte auch ein windiger Textil-Trolley. Schlimmstenfalls brächen Bettpfanne oder Zahnputzbecher entzwei. Mit einer antiken Vase im Rückgepäck, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Wer mit dem eigenen Auto verreist, muss nicht so sehr auf das Gewicht seiner Gepäckstücke achten. Für ihn ist das niedrige Leergewicht kein Testsieger-Kriterium. Für den Vielflieger schon. Beide wünschen sich ein ansprechendes dauerhaftes Design und ein Mindestmaß an Schutz für die wertvolle Fracht. Die Art der Fracht entscheidet letztlich über die Wahl der Schale (hart oder weich). Die Art des Reisens entscheidet über Gewicht und Stabilität der Rollenkoffer. Kompliziert wird es beim Flugreisenden. Er benötigt leichte aber zugleich auch stabile Koffer. Legt er das nötige Kleingeld auf den Tisch, sollte er auf ein solches Reisegepäck nicht verzichten müssen, aber zuvor einen Koffer Testbericht lesen. Nicht jedoch den Koffertest der Stiftung Warentest, denn der ist schon 12 Jahre alt.
Unsere Kriterien zur Bewertung der Schalen im Trolleytest 2017 lauten Gewicht, Festigkeit (punktuell und in der Fläche) sowie Robustheit. Das Design interessiert uns am Rande. Die Geschmäcker sind verschieden. Da man nicht alles auf einmal haben kann, erwarten wir bestmöglichste Kompromisslösungen zu einem erträglichen Preis.

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Gewicht

Die Kofferschalen bestimmen maßgeblich das Gewicht der Trolleys. Aufgrund unterschiedlicher Voluminas galt es das Gewicht der Koffer ins Verhältnis zu deren Fassungsvermögen zu setzen. Das beste Ergebnis erzielten 3 Hartschalen-Koffer-Sets. Zwei der Leichtgewichte waren jedoch derart instabil, dass man besser ein paar Gramm mehr in die Hartschalen investiert hätte. Das drittplatzierte Trolleyset war nicht nur angenehm leicht, sondern auch noch angemessen stabil, wie sich im weiteren Testverlauf herausstellen sollte. Da hat jemand das Zeug zum Testsieger dachten wir sogleich und sollten Recht behalten. Auch einige der Textilkoffer zeigten im Test ihr Idealgewicht. Leider hinterließen gerade sie einen billigen Gesamteindruck und besaßen allesamt zu kleine Rollen, so dass ihnen ihr niedriges Gewicht im Testergebnis keinen Vorteil verschaffte. Stabile und wertig anmutende Stoffkoffer sind halt doch etwas schwerer. Selbiges gilt für Aluminium Trolleys. Für den Transport hochwertiger Kulturgüter bestimmt, wollen wir ihnen das höhere Gewicht nicht zur Last legen. Jedoch gab es auch innerhalb der "Hochsicherheitskoffer" (gerade dort!) enorme Gewichtsunterschiede zu verzeichnen. Zum einen unterschied sich die Materialqualität und zum anderen variierten die Schalenstärken. Hier war das Feingefühl der Konstrukteure gefragt. Einige Hersteller vermochten den Materialeinsatz besser zu dosieren. So schafften sie mehr Volumen, reduzierten das Gewicht und sorgten für eine ausreichend hohe Stabilität der Alu-Koffer.

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Belastungsfähigkeit der Kofferschalen

Grundsätzlich sollten doch die ABS- und Polycarbonat-Schalen besser abschneiden, als die Weichschalen der Textil-Trolleys, sowohl im Test der punktuellen Belastbarkeit, als auch im Vergleich der Flächenfestigkeit?! Möchte man zumindest meinen. Doch ganz so einfach ist es letztlich nicht, wie unser Test gezeigt hat. Tatsächlich erwiesen sich die höherpreisigen Textilschalen als sehr robust im Vergleich zu gängigen Hartschalenkoffern. Egal ob Messerattentat oder Straßenwalze, viele Stoffe waren unkaputtbar, während die Hartschalen zerplatzten wie ein Frühstücksei wenn der Löffel fällt. Trotzdem ist der Testsieger im Belastungstest ein Hartschalenkoffer. Was hilft einem die robuste Haut, wenn der wertvolle Inhalt zermalmt wird? Die Stoffschalen geben nach und schützen sich selbst, während sie ihren schutzbefohlenen Inhalt verraten und verkaufen. Die Hartschalen tun hingegen ihr Bestes, um den Koffer Inhalt zu schützen. Letztendlich werfen sie ihre eigene Gesundheit in die Waagschale und kommen dabei selbst zu schaden. Unserer Meinung nach ein heroisches Verhalten!
Einige Hartschalen waren unterdes gar nicht so leicht kaputt zu kriegen. Weniger die ABS- als vielmehr die Polycarbonat-Hartschalenkoffer mit entsprechender Oberflächenprofilierung machten so einiges mit. Sie hielten beim vollflächigen Belastungstest recht lange durch und ließen sich auch nicht so leicht zerschlitzen. Wer es darauf anlegt schafft es ohne Probleme, aber das versehentliche Zerstören der wertvollen Fracht mittels spitzer Eindringlinge, ist relativ unwahrscheinlich. Für Ölgemälde von Picasso sollte man sich allerdings einen Alu-Koffer kaufen! Diese zeigten in unserem Test erwartungsgemäß die höchste Belastbarkeit, wenn auch keinerlei Elastizität. Da es uns im Test darum ging, den Reisegepäck Testsieger zu küren, empfehlen wir an dieser Stelle, ein höherwertiges Polycarbonat Trolley Set! Alternativ bietet sich ein kombiniertes Hart-Weich-Gepäck an. Nicht ganz billig in der Anschaffung, verfügt es über einen stabilen Rahmen und über nachgiebiges Textil in der Fläche.

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Fall- und Schubbeltest

Im Fall- und Schubbel-Test ließen wir die straff mit Kleidung gefüllten Trolleys aus 1,43m Höhe auf eine 49 Grad geneigte und grob betonierte 5,23m lange Rampe stürzen, um die Robustheit der Kofferschalen zu prüfen. Diesen Test wiederholten wir solange, bis der jeweilige Trolley seinen Inhalt preisgab. Während der Spitzenreiter die Prozedur 32mal überdauerte, ging der erste Hartschalenkoffer bereits beim ersten Sturz zu Bruch. Das Weichgepäck hielt erwartungsgemäß etwas länger durch. Hätten die Textilkoffer einen zerbrechlichen Inhalt beherbergt, wäre dieser allerdings beim ersten mal zerbrochen. Die von uns hinein gepackte Kleidung nahm hingegen keinen Schaden. Der spätere Testsieger, ein Hartschalen-Trolley Set, überdauerte die Tortur 16 mal, bevor der erste Koffer aus dem Set irreparabel aufplatze. Trotzdem hätte man mit ihm, unter dem Gelächter der Mitreisenden, die Heimreise beenden können, um ihn dann zu entsorgen. Polycarbonat Gepäck ist im Vergleich zum ABS-Hartschalenkoffer robuster, temperaturbeständiger und lässt sich umweltfreundlicher entsorgen. Oftmals werden jedoch ABS-Kunststoffe und Polycarbonat miteinander vermengt. Unsere Empfehlung: Wählen Sie ein Trolley-Set mit Polycarbonat-Schalen! Wie schon im Test zuvor, empfehlen wir auch im Ergebnis des Fall- und Schubbel Testberichtes, auf ein reines Textil-Koffer-Set zu verzichten oder nur zum Transport von Kleidung herzunehmen. In Ergänzung könnte man dem Partner einen Alu-Trolley aufbürden, um die zerbrechlichen Reiseutensilien sicher an das Urlaubsziel zu bugsieren. Dann muss man allerdings auf den Partnerlook verzichten. Ein gelungenen Kompromiss stellen kombinierte Hart-Weich Gepäckstücke dar. Bildet das Polycarbonat den Rahmen und Textil die Bespannung, tut dies dem Inhalt gut und auch dem Trolley selbst. Leider sind solche Koffer-Sets nicht gerade die Günstigsten.

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Das Koffer-Set an sich

Ist es wirklich sinnvoll sich ein Trolley-Set zu kaufen oder sollte man sich sein Gepäckset besser selbst zusammenstellen? Diese Frage stellten wir uns im Verlaufe unseres Testberichtes des Öfteren. Ein Trolleyset ist zwar vergleichsweise günstig, aber oft von ungünstiger Zusammenstellung. Dieser Meinungen waren auch unsere Produktprüfer, zumal sich die Anforderungen der Reisenden unterscheiden. Manch einer braucht zwei große Rollen-Koffer, ein anderer hätte lieber einen kleineren Trolley für die schwächelnde Frau im Set inbegriffen. Andererseits muss man nicht alle Rollenkoffer eines Sets mit in den Urlaub nehmen. Ein 5-teiliges Kofferset kommt oft günstiger, als der Kauf zweier Einzelkoffer. So gesehen ist man doch flexibler und spart auch noch Geld, greift man zu einem Trolley-Set. Leider so hat unser Koffer Test 2017 ergeben, sind die Taschen eines Sets nicht immer von gleich guter Qualität. Äußerlich aufeinander abgestimmt, sind einzelne Gepäckstücke durchaus hochwertig, während bei anderen Taschen merklich gespart wurde. Dies erkannten wir oft erst im Fall- und Schubbeltest, bzw. bei genauerem Hinsehen. Letzteres sollten Sie auch tun, bevor Sie ein Trolley-Set kaufen. Man bestellt es am besten in einem seriösen Versandhaus mit kulantem Rücknahmeverhalten und der Möglichkeit der kostenlosen Rücksendung. So kann man die einzelnen Rollenkoffer zu Hause intensiv prüfen und erspart sich mittelfristige Enttäuschungen.
Einzelne Gepäckstücke sind nicht nur deutlich teurer, sondern erscheinen oft auch wesentlich wertiger. Dies muss auch so sein, da der Käufer eines einzelnen Trolleys in erster Linie dessen Qualität im Auge hat, während der Kofferset Käufer eher auf die Zusammenstellung des Ensembles achtet. Natürlich achtet auch letzterer auf Design und Qualität, schaut dabei aber nicht so sehr auf das einzelne Gepäckstück. Vielleicht achten ja Sie darauf?
Letztendlich können wir nicht pauschal den Kauf einzelner Trolleys zwecks Zusammenstellung eines individuellen Koffersets empfehlen. Das muss ein Jeder selber wissen. Wir erachteten es als unsere Pflicht, auch diese Möglichkeit ins Gedächtnis zu rufen! Kauft man ein Trolley Set, gilt es nicht nur auf die Qualität einer jeden einzelnen Tasche zu achten, sondern auch auf die unterschiedlichen Größen der im Set enthaltenen Koffer. Hierbei gilt es etwas nachzudenken und sich unterschiedliche Urlaubsszenarien vor Augen zu führen (Wochenendtrip, Kuraufenthalt, Flugreise, Gang nach Canossa, Kaffeefahrt usw.). Mitunter tun es zwei große Koffer, während man für das Handgepäck oder den Ausflug ins Gartenhäuschen, eher einen kleinen Trolley benötigt. Beim Badeurlaub mit der ganzen Familie, braucht es dann je nach Kraft der einzelnen Mulis, unterschiedlich große Gepäckstücke. Nicht immer schienen uns die zum Test angetretenen Koffer-Sets sinnvoll zusammengestellt!

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Schadstoffe im Rollenkoffer

Ein Großteil der durch uns festgestellten Schadstoffe, verschwindet innerhalb der ersten 2-4 Wochen durch Ausgasung bei Zimmertemperatur. Es obliegt dabei Ihnen, ob Sie die Schadstoffe inhalieren oder durch das geöffnete Fenster an die Umwelt abgeben möchten. Auch danach sollten Sie ihr neues Kofferset nicht in Wohn- und Schlafräumen lagern, wobei die Hauptgefahr hernach von Kontaktgiften in den Griffen ausgeht. Diesbezüglich hat sich seit dem Koffer Test der Stiftung Warentest 2012 nicht viel geändert. Drei der 32 im Test verbliebenen Koffersets sollten Sie besser von Ihrer Frau ziehen lassen. Nicht umsonst hat ihr der Herrgott zwei Hände geschenkt. Ist das Weib nicht willig, helfen zur Not ein paar Handschuhe. Die meisten Trolleys gefährden Leib und Leben nur bei unüblich langem Körperkontakt. Die Giftkonzentrationen sind zwar im Labor nicht ganz ohne, aber in der Praxis zu vernachlässigen. Es empfiehlt sich aber, den Koffer auch mal loszulassen. Der Blickkontakt kann unterdes gehalten werden. Er bleibt folgenlos! Das Heimtückische an den Kontaktgiften ist deren Duftneutralität. Die zur Herstellung, Form- und Farbgebung der Schalen verwendeten Weichmacher, Lösemittel, Gerbstoffe, Bleichmittel und Farbstoffe machen sich hingegen deutlich bemerkbar. Deren Ausgasung verursacht einen unangenehmen Geruch, reizt die Augen und auch die Schleimhäute. So ist man schnell gewarnt und verbringt sein Kofferset in einen Nebenraum, bis der üble Geruch merklich nachgelassen hat. Die Gefahr nimmt mit schwindendem Geruch tatsächlich ab, geht aber nicht gegen Null. Im Schlafzimmer sollten sie erst nach Jahren gelagert werden. Im Übrigen enthalten auch die Schalen der Trolleys Kontaktgifte! Singles sollten den Koffer deshalb nicht als Frau-Ersatz mit ins Bett nehmen! Da man die Kofferschalen normalerweise nur kurzzeitig berührt, geht von deren Kontaktgiften i.d.R. keine Gefahr aus. Nach der Benutzung eines neuen Koffersets, ist das Händewaschen trotzdem empfehlenswert! Die besten Trolleys punkteten in unserem Test, mit unbedenklichen Schadstoffkonzentrationen, sowohl in den Schalen, als auch in den Griffen.

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Verschlussmechanismen und Sicherheit

Gängige Trolleys und Überseekoffer werden heute mittels TSA-Schloss verriegelt, aber nicht verrammelt. TSA-Schösser sind so konstruiert, dass die damit ausgestatteten Koffer mittels Generalschlüssel von der amerikanischen Stasi geöffnet und durchsucht werden können, ohne dabei zerstört werden zu müssen. Die Generalschlüssel können von jedem Piesepampel via 3D-Drucker nachgemacht werden. Bauanleitungen kursieren im Internet. TSA-Schlösser bieten deshalb keinen nachhaltigen Schutz. Dramatisieren muss man diese Tatsache jedoch nicht. Auch andere Kofferschlösser sind zu filigran, um eine wirkliche Sicherheit bieten zu können. Ein Kofferdieb ist sich nicht zu schade, den ganzen Koffer zu entwenden oder dessen Breitseite aufzuschlitzen. Das geht 10x schneller als einen Nachschlüssel zu zücken. Sicherheit vor Diebstahl bietet nur das wachsame Auge! Einen Koffer voller Geld binde man sich mit Handschellen an das Handgelenk. Sind Euros drinnen, genügen welche aus dem Erotikshop...
Interessierten uns die Schlösser nur am Rande (sind ja eh eine Schande), sah dies bei den Reißverschlüssen schon anders aus. Mitunter bieten die Reißverschlüsse den besten Schutz vor Diebstahl, weil sie sich nach kurzer Nutzung nicht mehr öffnen lassen. Im Koffertest widmeten wir den Reißverschlüssen besonderes Augenmerk. Allzu früh mutierten viele Reißverschlüsse zum Ärgernis. In einigen verfing sich in größter Regelmäßigkeit der umliegende Stoff, welcher dort eigentlich nichts zu suchen hat. Dann gerät der Reißverschluss ins Stocken und erfordert eine geschickte ruhige Hand, welche ihn wieder gangbar macht. Einige Reißverschlüsse gingen etwas schwer, funktionierten letztendlich aber am zuverlässigsten. Besonders leichtgängige Reißverschlüsse sorgten im Test zunächst für Freude, gingen aber alsbald kaputt. Ist ein Reißverschluss kaputt, kann man den betreffenden Koffer, mitunter auch das ganze Koffer-Set entsorgen. Aufgrund niedriger Anschaffungskosten lohnt sich die Beauftragung eines Schneiders selten. Im Trolley Test 2017 gingen von 219 Reißverschlüssen, ganze 2 kaputt. In beiden Fällen traf es ein und das selbe Kofferset. Weitere 98 Reißverschlüsse liefen zu schwergängig oder gerieten hin und wieder ins stocken. Das spätere Trolley Testsieger Set lieferte an dieser Stelle ein grenzwertig optimales Testergebnis. Etwas schwergängig, aber absolut zuverlässig.

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Wetterfestigkeit

Kein ganz unwichtiger Punkt im Trolley Test, denn schließlich fängt es immer dann an zu regnen, wenn der Urlaub beginnt. Ganz selbstverständlich gingen wir vor unserem Test von einer gewissen Regenfestigkeit der Koffer aus, wenngleich wir keine Wasserdichtheit bis 50m Tiefe erwarteten. Leider wurden wir allzu oft enttäuscht. Um ein Unwetter zu simulieren, gingen wir aus gebührlicher Entfernung (5m), mit dem Hochdruckreiniger (120 bar) auf die Gepäckstücke los, ohne dabei auf ein und den selben Punkt zu zielen. Völlig überraschend brachen dabei 3 Rollen ab. Es zerbrachen außerdem die Hüllen zweier großer Hartkoffer. Zwölf der 120 Reisekoffer waren völlig durchnässt, 9 davon Weichkoffer. Darin transportierte Akten, Reisedokumente oder Liebesbriefe hätte man wegschmeißen können. Bei Kleidung hätte man alsbald mit Stockflecken zu rechnen. Nun gut ein paar Versager bringt ein jeder Test hervor. Jedoch blieb es nicht dabei, denn 75 weitere Rollenkoffer bekleckerten ihren Inhalt statt mit Ruhm, mit Wasser. Zwar gestaltete sich hier der Wassereinbruch etwas dezenter, aber die Freude ist dennoch getrübt, wenn der eindringende Spritzer ausgerechnet das einzige Foto des Kurschattens ruiniert. Als Einfallstor erwiesen sich zumeist die Reißverschlüsse der Koffer. Deren Anfangs- und Endpunkte waren besonders gefährdet. Erwartungsgemäß schlossen die Hartschalenkoffer den Test deutlich besser ab. Es gab aber auch regenfeste Textilkoffer zu feiern! Deren ausgezeichnete Verarbeitung zeichnete sich maßgeblich dafür verantwortlich. Die Verwendung Wasser absorbierender Stoffe allein garantiert noch keine Wetterfestigkeit. Neben unsauber eingepassten Reißverschlüssen, kristallisierten sich im Test auch die Nähte einiger Textil-Trolleys als Schwachpunkt heraus. Zwei ursprünglich wertig anmutende Lederkoffer wurden vom simulierten Regenschauer derart durchgeweicht, dass sie irreparable Schäden davon trugen. Deren vermeintliche Lederhülle erwies sich zu 90% als Pappmaché, mit einer aufgedampften Lederschicht....

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Verarbeitungsqualität der Rollenkoffer

Geht so, kann man im Großen und Ganzen sagen. Keiner der getesteten Rollenkoffer gab sich beim ersten Anblick die Blöße. Erst bei genauerem Hinschauen sah das geschulte Auge kleinere Webfehler im Gebälk. Auch die günstigen Rollenkoffer aus den Wühltischen der Discounter zerbrachen nicht aufgrund nachlässiger Verarbeitung, sondern aufgrund minderwertiger und unterdimensionierter Materialien. Dies ist auch ganz im Sinne der Wühltisch-Maffia. Reißt die Naht, ist es ein Garantiefall. Zerbricht die dürre Schale, ist es eine selbst verschuldete mechanische Beschädigung. Wie sonst sollte sich ein derart billiges Koffer-Set für den Verkäufer rechnen?
Grundsätzlich kann man sagen, je wertiger der Koffer an sich, desto makelloser auch seine Verarbeitung. Schwächen zeigten viele Trolleys, darunter auch hochpreisige, bei den Reißverschlüssen. Wir haben uns dazu bereits ergiebig geäußert. Nicht wenige lassen das Regenwasser durch. In einigen verfängt sich beim Schließen der Stoff. Andere bleiben einfach so hängen. Ließ sich ein Reißverschluss etwas schwerer bewegen, drehten wir dem betreffenden Koffer keinen Strick daraus. Ebenfalls deuteten wir bereits an, dass einige Griffe zu windig am jeweiligen Teleskopgestänge befestigt waren. Das ist aber letztendlich auch mehr eine Sache der Materialstärke und Konstruktion. Da hat der Architekt geschlampt und nicht der kleine Handwerker.
Die Sache mit der hohen Schadstoffbelastung fällt da schon eher in den Bereich des verarbeitenden Gewerbes, zumindest teilweise. Da fehlt ganz einfach die Entgiftung als letzter Arbeitsschritt. Die Trolleys werden zu schnell hermetisch verpackt, so dass deren Gifte nicht mehr ausgasen können. Um Zeit zu sparen überlässt man deren Abbau den Blutkreisläufen der Käufer. Warum auch nicht? Schließlich resultiert deren Kaufentscheidung allzu oft aus einem Preisvergleich. Und wer billig kauft, der holt sich das Gift gleich zweimal ins Haus.

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Trolleys im Dauertest

Rums Bums zerrten wir die Trolleys über Stock und Stein hinter uns her, ohne den parkenden Autos auszuweichen. Saß ein Taxifahrer drin, kam es nicht selten zu einer Prügelei, bei der die Koffer als Schutzschild fungierten. Ganz ausversehen rumpelten die Koffer am Bahnhof die Treppe zur Unterführung hinunter. Dort campierende Flüchtlinge bremsten nicht immer deren Sturz. Zwischendurch zogen wir die Koffer-Sets ab und zu durch die Autowaschanlage. Die Flugtauglichkeit sollten die Trolley-Sets in einer russischen Aeroflot-Maschine unter Beweis stellen. Der Falltest erfolgte, das war so nicht geplant, aus 12.000m Höhe auf ägyptisches Territorium. Haben unsere Testsieger den Falltest überlebt? Wir wissen es nicht, geben aber die Hoffnung nicht auf! Bis zu diesem Zeitpunkt waren sie die besten Rollenkoffer im Trolley Test 2017!

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Zusammenfassung

Koffer mit Rollen im TestberichtSeit dem Trolley Test der Stiftung Warentest 2004 und unserem Rollenkoffer Vergleich 2017 hat sich einiges getan. Die Koffer sind leichter und günstiger, nicht aber robuster geworden. Dank moderner Materialien und guter Verarbeitung, sind die besten Trolleys aus unserem Test stabil genug, um bei sorgfältigem Umgang, mehrere Urlaubs- und Geschäftsreisen mehr oder minder unbeschadet überstehen zu können. Nicht wenige Rollen-Koffer jedoch, zerbrechen schon bei der Entnahme aus dem Wühltisch. Das ist halt so in unserer Zeit! Wegwerfgesellschaft und Raubtierkapitalismus forcieren den Verfall der Menschheit, aber auch den Zerfall der Reisekoffer, egal ob mit Rollen oder ohne. Damit der einzelne Koffer nicht allein zugrunde geht, empfehlen wir grundsätzlich den Erwerb eines Koffersets, z.B. unseren Trolley Set Testsieger 2017. Für die letzte Reise hingegen, empfehlen wir den Trolley Testsieger der Stiftung Warentest 2004.