Der große Kühlschrank Test 2016

Die besten Kühl- und Gefrierkombinationen im Vergleich

Im Kühlschrank Test 2016 widmen wir uns einer hauswirtschaftlichen Errungenschaft, welche bezüglich ihres Nutzwertes, wohl nur in Waschmaschine und Geschirrspüler ihres Gleichen gefunden hat. Kühlschränke als auch Kühl- und Gefrierkombinationen lagen in der Zulassungsstatistik weit vor dem Röhrenfernseher. Erst mit Abschaffung der Sendepause, hat der Kühlschrank im Vergleich zum Farbfernseher, an Verkaufszahlen eingebüßt. Immerhin waren Kühlschränke zu keinem Zeitpunkt an der Meinungsmanipulation des Volkes beteiligt. Dies soll nun anders werden! Eine schlechtere Kühlschrank-Qualität soll die Verkaufszahlen mittelfristig vorantreiben, während die Anbindung an das Kühlschrank TestInternet, den Freigeist des Küchenpersonals brechen und dessen bessere Überwachung ermöglichen soll. Auch wenn es sich dabei noch um Zukunftsmusik handelt, so sind doch viele Kühlschränke schon heute so schlecht, dass sie kurz nach Ablauf der Garantie, die Kühlung verweigern. Manchmal geht auch nur die Kühlschranklampe kaputt. Sei es drum!
Im Kühlschrank Test 2016, geht es uns vorrangig um bodenständige Kühl- und Gefrierkombinationen, ohne dekadente Sonderfunktionen. Auf der Suche nach dem Testsieger, erhoffen wir uns den Fund einer zuverlässigen Kühl-Gefrierkombination, welche viel Stauraum bietet, ihren Auftrag erfüllt und sich in Schweigen hüllt. Platzmangel im Kühlschrank, war bis vor wenigen Jahren, der Anschaffungsgrund Nr.1 für eine neue Kühl- und Gefrierkombination. Heute gilt es in erster Linie defekte Kühlgeräte zu ersetzen oder Stromverschwender gegen energiesparende Kühl- und Gefrierkombinationen auszutauschen. Unser Testbericht soll nicht nur den besten Kühlschrank über alle anderen erheben, sondern auch die Argumente der Ökofritzen kritisch hinterfragen. Ist es wirklich notwendig und wirtschaftlich vertretbar, einen 3 Jahre alten Kühlschrank zu ersetzen, nur weil ihm ein paar Pluszeichen hinterm A fehlen?

Die Geschichte des Kühlschrankes

Mit dem Ende der letzten Eiszeit trat ein neues Phänomen in Erscheinung. Lebensmittel verloren binnen weniger Tage an Frische und gelangten zunehmend stinkend zu Tische. Das erste Gammelfleisch landete in den Kochtöpfen der Menschen. Der Neandertaler hat es nicht überlebt, während sich der Homo sapiens daran gewöhnt hat und heute kaum noch etwas anderes zu essen bekommt. Doch wer wollte schon geschmolzene Butter aufs Brötchen oder bei 30 Grad Celsius eine warme Coke zu sich nehmen? Also musste eine Möglichkeit gefunden werden, den Winter in den Sommer hinüber zu retten. So sammelte man im Winter das Eis und vergrub es an schattiger Stelle oder lagerte es in Höhlen ein. Je größer die Eisblöcke desto länger blieb ein Teil davon übrig. Je nach Bedarf wurde das Eis gebrochen und an die Hausfrauen der Neuzeitmänner verteilt. In einer Kühltruhe wurden dann die zu kühlenden Lebensmittel, gemeinsam mit dem Eis gelagert. Der Eisschrank hielt Einzug in die Höhlen unserer Vorfahren. Archäologischen Ausgrabungen zufolge, hat es die ersten Eisschränke vor etwa 30.000 Jahren gegeben. Ein Eisschrank Testbericht aus dieser Zeit ist uns nicht überliefert. Die Stiftung Warentest gab es damals noch nicht, aber auch keine serienmäßig produzierten Kühlschränke.
Bedeuteten die Eisschränke der ersten Generation auch eine riesigen Fortschritt für die Menschheit, so stellten sie doch einen großen Unsicherheitsfaktor dar. Fing ein Sommer früh an und zog sich bis in den September hinein, genügten die Eisvorräte nicht, oder der Eishändler verlangte utopische Preise für seine Blöcke aus dem Eise. Erste Experimente zur künstlichen Kühlung mittels komprimierter Luft und später dann unter Zuhilfenahme von Ammoniak, fanden zwar internationale Beachtung, führten aber nicht zur Serienreife entsprechender Kühlschränke. Entweder explodierten die Versuchsaufbauten oder das darin gelagerte Essen, stank wie ein DDR-Bahnhofsurinal, dessen Pissrinne über Jahrzehnte, automatisiert durch Fliegen gereinigt wurde! Erst der deutsche Ingenieur Carl von Linde kombinierte 1876 den Kompressor derart mit dem Ammoniak, dass ein weitestgehend serienreifer Kühlschrank entstand. Im ersten Weltkrieg kamen durch dessen Einsatz viele Soldaten zu Tode, als sie in der Hoffnung auf ein kühles Bier die Kühlschranktür öffneten. Sein Einsatz wurde deshalb 1925 im Genfer Protokoll verboten. Die Amerikaner ratifizierten das Genfer Protokoll nicht und schon bald gehörte der Kühlschrank in den USA, aber auch in Kuba zur Standardausrüstung eines jeden zweiten Haushalts. Noch heute laufen die alten Ammoniak-Kühlschränke mangels Alternativen in Kuba. In Amerika ersetzte man das giftige Kühlmittel alsbald durch den Klimakiller Fluorchlorkohlenwasserstoff (FCKW). Aus diesem Grunde ist die USA dem Kyoto-Protokoll bis heute nicht beigetreten. In Europa verwendet man seit Anfang der 90er Jahre, anstelle der schädlichen Fluorchlorkohlenwasserstoffe, ein Gemisch aus Butan und Propan. Weil die Dortmunder genau so drauf sind, nennt man das FCKW-freie Kühlmittel, im Volksmund auch "Dortmunder Gemisch". Dies aber nur am Rande, um unserem Bildungsauftrag gerecht zu werden.

Wann sollte man sich einen neuen Kühlschrank kaufen?

Bei der Produktion und Entsorgung eines Kühlschrankes werden so viele Ressourcen verbraten, dass eine Neuanschaffung aus ökologischen Gründen, dem ungebildeten Ökofreak vorbehalten bleiben sollte. Wer seinen zwei Jahre alten Kühlschrank mit der Energieeffizienzklasse A zugunsten einer A+++ Kühl-Gefrierkombination ausrangiert, schädigt nicht nur die Umwelt, sondern auch das Familienbudget. Damit sich die Investition in einen neuen Energiespar-Kühlschrank rechnet, muss dieser mindestens 10 Jahre am Stück betrieben werden. Selbiges galt auch schon für seinen Vorgänger, welcher erst vor zwei Jahren aufgrund skrupelloser Ökopropaganda seitens der Hersteller und geschmierter Umweltaktivisten erworben wurde. Bedenkt man dass sich der Preis eines Kühlschrankes mit jedem Pluszeichen hinterm A, unverhältnismäßig erhöht, wird schnell klar, dass sich dessen Erwerb, weder mit ökologischen noch ökonomischen Argumenten rechtfertigen lässt. Die geringe Haltbarkeit heutiger Kühl- und Gefrierkombinationen, welche im Ergebnis unseres Testberichtes, bei ca. 3 bis 6 Jahren liegt, lässt jede Amortisationsrechnung zur Farce verkommen.
Selbst widersprechen müssen wir uns, geht es darum einen Nachkriegskühlschrank zu ersetzen. Auch Modelle aus den 80er und 90er Jahren, verbrauchen noch derart viel Strom, dass sich eine Neuanschaffung binnen zweier oder dreier Jahre rentieren sollte. Leider überlebten die alten Eisschränke aus der Wirtschaftswunderzeit nicht selten ihre Besitzer sowie deren Kinder und Kindeskinder, so dass sie vereinzelt noch heute betrieben werden. Sie sehen martialisch aus, erfüllen ihren Zweck, reißen aber tiefe Löcher in Haushaltskasse und Ozon. Wer einen solchen Kühlschrank im Einsatz hat, der muss sich nicht schämen, wenn er die Neuanschaffung einer energiesparenden Kühl- und Gefrierkombination in Erwägung zieht. Ein derart alter Kühlschrank, sollte gänzlich aus dem Verkehr gezogen werden. Anders sieht es aus, wird ein A oder B Kühlschrank dem Erstwohnsitz entrissen. Diesen zu vernichten, wäre ein absoluter Frevel. Er reist kein Loch ins Budget, wird er gelegentlich im Feriendomizil oder in der Gartenlaube zur Kühlung des Wochenendvorrates hergenommen.
Auch wenn ein Kühlschrank aufgrund seines zu geringen Platzangebotes im Inneren weichen muss, kann er anderswo weiterbetrieben werden. Insbesondere wenn er schon zu den sparsameren Vertretern gehört, kann er im Haushalt der Kinder oder unter der Brücke Freilebender, seine Arbeit fortsetzen. Nichts desto trotz, rechtfertigt ein Platzproblem, die Anschaffung einer größeren Kühl- und Gefrierkombination. Im Einzelfall genügt der Zukauf einer Tiefkühlbox, denn oft erweist sich nur das Gefrierfach als zu klein.
Auch wenn der alte Kühlschrank kaputt gegangen ist, muss nicht lange über eine Neuanschaffung debattiert werden. Die Zunft der ins Hause kommenden Kühlschrankmechaniker, ist vor etwa 20 Jahren ausgestorben. Unsere Wegwerfgesellschaft toleriert keine Kühlschrankreparaturen, denn schließlich gilt es neue Kühl- und Gefrierkombinationen unters Volk zu bringen. Interessanterweise werden die ausrangierten Kühlschränke und Tiefkühltruhen nach Afrika verschifft, wo sie noch 20 Jahre lang betrieben und bei Bedarf vom Stammes-Fernsehmechaniker repariert werden. Hierzulande scheitert eine effiziente Kühlschrankreparatur an den Lohnkosten, aber auch an den Ersatzteilpreisen. Allein die Anfahrt des Kühlschrankmonteurs käme teurer als eine Neuanschaffung. Unserer Meinung nach, sind die Kosten aber auch die Hürden für die Anschaffung eines neuen Kühlschrankes viel zu niedrig! So ist für unseren späteren Testsieger nicht einmal ein Wochenlohn zu berappen und man bekommt ihn ohne Wartezeit. Zu DDR-Zeiten galt es noch mit dem Parteiaustritt zu drohen, um einen neuen Kühlschrank und den Kredit dafür zu bekommen. Lange Rede kurzer Sinn: Ist Ihr Kühlschrank kaputt, so kaufen Sie sich einen neuen!
 

Kühlschrank & Kühltruhe oder Kühl- und Gefrierkombination?

Moderne Kühl- und Gefrierkombinationen teilen sich eine Grundfläche und eine Steckdose. Idealerweise verbraucht der kombinierte Kühl- und Gefrierschrank, deutlich weniger Strom, im Vergleich zu zwei dauerhaft betriebenen Einzelgeräten. Die Herstellung ist unterm Strich günstiger und der Ressourcenverbrauch geringer, denn es wird nur ein Kühlkreislauf und ein Kompressor benötigt. Dies hat auch bei der Entsorgung seine Vorteile. Vordergründig betrachtet, sind die Kühl- und Gefrierkombinationen, den separaten Kühlschränken und Kühltruhen, sowohl in ökologischer, als auch in ökonomischer Hinsicht, klar im Vorteil! Doch wie sieht es aus, schaut man genauer hin? Ganz genauso!
Trotzdem dürfen auch die Nachteile der Kombikühlschränke nicht verschwiegen werden! Nur selten sind sie separat deaktivierbar. Auch wenn das Gefrierabteil wochenlang nicht benötigt wird, läuft es mit und zuzelt an der Steckdose. Da relativieren sich recht schnell einige der oben schön geredeten Energiespar-Vorteile. Auch das Abtauen kann zum Problem werden. Zwar müssen heutige Kühl- und Gefrierschränke weit seltener abgetaut werden, als ihre monströsen Vorgänger, aber ganz ohne geht es nicht. Taut man das Gefrierabteil ab, steigt auch die Temperatur im Kühlabteil bedrohlich an. Dieses kann man bei der Gelegenheit gleich reinigen und entkeimen. Nirgends tummeln sich so viele Keime wie im Kühlschrank! Nutzt man das Gefrierfach eines Kühlschrankes um etwas einzufrieren, sinkt während dessen, auch die Temperatur im Kühlabteil. Empfindliche Lebensmittel könnten dabei kaputt frieren.
Separate Kühlschränke und Tiefkühltruhen bieten einen weiteren Vorteil. Geht eines der Geräte kaputt, darf das andere im Kreise der Familie verweilen. Es muss nur ein Gerät entsorgt werden. Geht das Gefrierabteil eines Kombikühlschrankes kaputt, wird auch das noch funktionierende Kühlabteil ein Opfer unserer Wegwerfgesellschaft. Glücklicherweise gehen aufgrund der Komponententeilung, Kühl- und Gefrierabteil oft gleichzeitig kaputt.
Als Alternative bietet sich der Kühlschrank mit Gefrier- oder Eisfach an. Sehr viele Kühlschränke integrieren im oberen Teil, ein 3- oder 4-Sterne Gefrierfach. Ein eventuell vorhandener separater Tiefkühlschrank, müsste somit nicht dauerhaft betrieben werden. Leider hat die Familienpolitik der Bundesregierung dazu geführt, dass die Gefrierfächer in den Kühlschränken viel zu klein geworden sind. Eine größere Kühl- und Gefrierkombination muss her, oder eine neue Bundesregierung. Mangels personeller Alternativen, konzentrieren wir uns im Test, auf neue Kühlschränke. Wir testen mittelgroße Kühl- und Gefrierkombis, welche für Singles und kleine Familien, gleichermaßen geeignet sind.
 

Der Kühlschrank Test 2016 im Detail

Nicht zuletzt aus Platzgründen, verbietet sich zumeist der Griff zu separaten Kühlschränken und Gefriertruhen. Ein Kombikühlschrank ist in der Anschaffung günstiger und auch sein Energieverbrauch liegt bei intensiver Nutzung deutlich niedriger. Herstellung und Entsorgung gehen umweltfreundlicher vonstatten. Im Kühlschrank Test 2016, konzentrieren wir uns deshalb auf Kühl-Gefrierkombinationen, während wir Kühlgeräte mit Gefrierfach zum besseren Vergleich hinzuziehen. Im Test der Kühl- und Gefrierkombinationen interessiert uns u.a. das Fassungsvermögen im Vergleich zum Preis. Auch der Preis im Verhältnis zum Energieverbrauch scheint uns ein wichtiges Testkriterium, denn viele A+++ Energiespar-Kühlschränke amortisieren sich aufgrund unverschämter Anschaffungskosten nie. Nicht ganz vergessen wollen wir in unserem Testbericht, Kühlleistung, Haltbarkeit, Geräuschentwicklung und die Handhabung der Kühlschränke. Die Konnvektivität der Internet-Kühlschränke spielt in unserem Vergleich unterdes keine Rolle. Auch im Kühlschrank Test der Stiftung Warentest (08/2016), ließt man nichts darüber. Es interessiert sich niemand für Kühlgeräte mit Internetanschluss! Hoffentlich rafft die Industrie das endlich mal?! Um auch die Küche zu erobern, sollten sich BND und NSA, etwas anderes einfallen lassen!

Ergonomie und Geräuschentwicklung im Test

Obwohl ein passiver Zeitgenosse, kann ein Kühlschrank einiges an Nerven kosten. Dies tut er in zweierlei Hinsicht. Ist sein Kompressor bemüht die Temperatur im Inneren zu drücken, so geht dies nicht geräuschlos vonstatten. Im Kühlschrank Test 2016, galt es Luftschallemissionen zwischen 38 und 46dB festzustellen. Da sich die unterschiedlichen Geräuschpegel der Kühl- und Gefrierkombinationen auch in deren Preis widerspiegelten, haben wir anscheinend einen wunden Punkt vermeintlich günstiger Kühlschränke ausfindig gemacht?! Jedoch waren auch drei deutsche Marken-Kühlschränke im Test, vergleichsweise laut. Stören Kühlkombis oberhalb von 45dB in jedem Raum, so galt es unterhalb von 44dB, von unserer Seite aus Milde walten zu lassen. Zumeist stehen die Kühlschränke in der Küche, wo es nicht zuletzt darum geht, das Herdheimchen am Einschlafen zu hindern. Dies vermochten die 3 lautesten Kühlgeräte aus unserem Vergleich, recht gut zu gewährleisten. Fünf weitere Kühl- und Gefrierkombinationen, wären für den Betrieb in einer amerikanischen Küche zu laut gewesen. Bis auf zwei Ausnahmen, hätte keines der Kühl- und Gefrierschränke, im Schlafzimmer betrieben werden können. Aber wer hat das schon vor? Nun, einige Singles in ihren kleinen Apartments, könnten zu einer solch unpopulären Maßnahme, durchaus gezwungen sein. Leider sind es gerade diese armen und einsamen Zeitgenossen, welche aus Kostengründen zu besonders günstigen Kühlschränken greifen müssen. Wer die Küche bewusst mit dem Wohnzimmer verbindet (Amerikanische Küche), hat zumeist das Geld für eine besonders leise Kühl- und Gefrierkombination, denn nur Dukatenscheißer kommen auf eine solch dekadente Idee. Nicht jeder der viel Geld hat, ist auch besonders helle in der Rübe und so kommt es immer wieder vor, dass das Kühlgerät der amerikanischen Küche, dem Rundfunkvergnügen im deutschen Wohnzimmer, störend entgegenwirkt. Mitunter kann die Lautstärke der Kühlgeräte also durchaus ein Kaufargument darstellen. Bei der Kür der Testsieger, achteten wir somit auch darauf, dass die Luftschallemissionen nicht ausuferten.
Als zweiter nerviger Punkt im Kühlschrank Test, trat leider sehr häufig die schlechte Erreichbarkeit der Lebensmittel in Erscheinung. In dieser Hinsicht galt es sehr viele Minuspunkte zu verteilen und jede zweite Kühl- und Gefrierkombination abzuwerten. Jeder von Ihnen kennt sicher das Vergnügen, unten aus dem Gefrierschubfach eine Pizza herauswühlen zu dürfen. Da lässt sich das Gefrierschubfach oft nur zur Hälfte herausziehen und dann heißt es ein Gefriergut nach dem anderen aus dem schmalen Schlitz zu popeln, bis die ganze Kälte den Gefrierschrank verlassen hat. Zu guter Letzt hat man endlich die Pizza draußen. Doch es war die falsche Pizza und so geht der Ärger von vorne los, denn auch der zweite Einschub, öffnet sich nur bis zur Hälfte. Wir haben uns schon im Kühlschrank Test 2015 gefragt, warum lassen die Hersteller diese unsinnigen Gefrierkörbe nicht einfach weg? Welchen Sinn haben diese ärgerlichen Hemmschuhe? Wir konnten auch im Kühlschranktest 2016 keinen Grund für den Verbau von Gefriergut-Schubladen ausfindig machen. Immerhin vermochten zwei Kühl- und Gefrierschränke dieses Ärgernis abzustellen. Deren Gefrierschubladen ließen sich zur Gänze herausfahren. So ging das Durchwühlen deutlich angenehmer vonstatten. Aber auch drei besonders günstige Kühl- und Gefrierkombinationen wussten an dieser Stelle Punkte zu sammeln. Sie verzichteten tatsächlich gänzlich auf die Schubladen. Wohl nicht weil deren Hersteller besonders weise waren, sondern schlichtweg geizig. Aber egal!
Was im Gefrierschrank Vergleich für Verdruss gesorgt, auch im Kühlschrank Test zur Abwertung führte. Zwar sind es hier keine Schubladen, sondern die hinteren Lebensmittel, welche das Küchenpersonal zur Weißglut treiben, aber das ist ja auch schon mal was. Wer an dieser Stelle glaubt, mit bestimmten Problemen einfach leben zu müssen der irrt! Schlecht zugängliche Lebensmittel gehören der Vergangenheit an, wenn ein Zwischenboden auf Rollen gelagert und herausziehbar verbaut wurde. So kommt man auch an die ganz hinten liegende Leberwurst, ohne dabei das Gurkenfässchen, dem harten Küchenboden zuzuführen. Kühl- und Gefrierkombinationen mit derlei Innovationen, gingen gestärkt aus unserem Kühlschrank Test hervor. Gab es dann auch noch herausnehmbare Körbe im Türregal, war die Kürung zum Testsieger nicht mehr weit. Ziehen solch durchdachte Lösungen, den Kaufpreis einer Kühl- und Gefrierkombination nicht all zu weit nach oben, ergibt sich daraus ein klarer Wettbewerbsvorteil, auch in unserem Testbericht.   zum Testanfang...

Kühlleistung und Temperaturverteilung im Test

Die Qualität eines Kühlschrankes zeigt sich anhand seiner Kühlresultate bzw. am Zustand seines Kühlgutes. Ist die Butter zu hart oder stinkt das Fleisch, wie´ne Leich, kann man nicht zwangsläufig dem Kühlschrank die Schuld ins Türregal schieben. Naturgemäß sinkt die kalte Luft nach unten, während sich die Warmluft weiter oben versammelt und dort das Fleisch vergammelt. Besonders innovative Kühlschränke sind in der Lage, durch eine gezielte elektronische Steuerung, für Temperaturausgleich zu sorgen. Die Sinnlosigkeit eines solchen Unterfangens wird darin deutlich, dass eben jene Kühlschränke, oft ein separat regulierbares Kältefach bereitstellen oder über mehrere Kühlzonen verfügen. Die daraus resultierenden Vorteile sind marginal, aber nicht völlig weg zu diskutieren. Unterschiedliche Lebensmittel, verfügen über unterschiedliche "Wohlfühlbereiche". Lagert das Fleisch gern bei unter 5 Grad Celsius, so geht dem Tomatensalat bei zu geringen Temperaturen der Geschmack verloren. Die Butter wird, zu kühl gelagert, unschmierbar. Aus diesem Grunde sind getrennt regulierbare Kühlzonen kein Teufelswerk. Doch sind sie selten notwendig, verfügt doch auch der wenig innovative Kühlschrank über naturgemäße Temperaturzonen in seinem Inneren. Unten hinten ist es eiskalt, mittig voll cool und oben zur Tür hin etwas unterkühlt. Die Vollzeit-Hausfrau weiß darüber bescheid und entscheidet dem entsprechend. Sie stellt die Butter und schwer Verderbliches nach oben, während sie Fleisch- und Wurstwaren in das untere Fach, möglichst weit nach hinten einsortiert. Variationsmöglichkeiten ergeben sich dank der mittleren Fächer. Auch beim Türregal gilt es die Naturgesetze nicht außer acht zu lassen. Sollen die Ostereier bis Weihnachten halten, muss die Eierablage ganz nach unten. Oder aber man kauft die bunten Ostereier Heilig Abend im Supermarkt. In unserer verrückten Welt, wäre auch das kein Problem.
Ein Problem ist es aber, wenn der Kühlschrank seine Temperatur im Inneren, je nach Außentemperatur verändert. Fast ein Drittel aller Kühlschränke im Test, waren nicht in der Lage, die Temperaturen in ihrem Inneren konstant zu halten. So kann der untere Bereich eines Kühlschrankes, im Hochsommer schnell zum Gefrierfach mutieren. Dem Fleische schadet dies weniger, aber eine gefrorene Scheibe Wurst auf der Bemme ist genau so unschön, wie eine geplatzte Bierflasche im Türregal. Je höher die Raumtemperatur, desto niedriger die Temperatur in vielen Kühlschränken. Da heißt es dann rechtzeitig am Rädchen zu drehen, wenn keine digitale Steuerung für automatischen Ausgleich sorgt. Richtig gefährlich kann es dann im Herbst werden, wenn man das Rädchen nicht wieder in die andere Richtung dreht. Schnell hat man 12 Grad Celsius im Kühlschrank und Legionellen auf seinen Frikadellen! Für Listerien hat es in unserem Testbericht nicht gereicht. So schlecht war kein Kühlschrank!
Immerhin 12 der 36 getesteten Kühl- und Gefrierkombinationen galt es aufgrund schwankender Kühltemperaturen, hammerhart abzuwerten. Darunter befanden sich 8 Kühlschränke mit Gefrierfach. Dass es auch anders geht, zeigten die besten Kühlschränke im Test, so auch der späterer Testsieger des Jahres 2016. Die Kühlleistung an sich bewegte sich bei allen getesteten Kühl- und Gefrierkombinationen im akzeptablen Rahmen. Dies allein reicht jedoch nicht.

Die Platzverhältnisse aktueller Kühl- und Gefrierkombinationen

Mittels Klopftest ermittelten wir das Kühlvolumen zu Kühlschrankwand Verhältnis. Zwar sorgt eine besonders dicke Isolierung für einen geringeren Energieverbrauch (nicht zwangsläufig!), reduziert aber auch das Kühlvolumen. So verbrauchte ein A++++ Kühlschrank in unserem Test nur umgerechnet 40 Kilowattstunden Strom pro Jahr, bot aber auch nur Raum für eine Coladose. Das ist nicht sehr viel, war doch der besagte A++++ Kühlschrank von Außen genau so groß, wie der spätere Testsieger. Dessen Kühlvolumen beträgt nahezu 120 Liter. Ein heller Klang im Klopftest, ließ einen großen Hohlraum vermuten und einen enormen Energieverbrauch befürchten. Glücklicherweise spielte auch die Qualität der Isolierung eine Rolle, so dass vergleichbar dünne Kühlschrankwände, einen hohen Wärmedämmwert boten. Die besten Kühl- und Gefrierkombinationen waren letztlich jene im Test, welche einen praxistauglichen Kompromiss aus guter Dämmung und angemessenem Innenraum zu bieten hatten, dabei aber auch bezahlbar blieben. Ein A+++ oder gar A++++ Kühlschrank verbraucht zwar 100 bis 200 kWh im Jahr weniger, ist aber in der Anschaffung so teuer, dass es für den Verbraucher bestenfalls auf ein Nullsummenspiel hinaus läuft. Als wäre dies nicht schon genug, fallen die Kühlvoluminas der meisten A++++ aber auch A+++ Kühl-Gefrierkombinationen merklich kleiner aus, als wir es von den A++ Kühlgeräten her kennen. Diese bieten einen Innenraum ordentlicher Größe und, betrachtet man deren günstigen Anschaffungspreise, auch einen sehr erträglichen Energieverbrauch. Unsere Empfehlung: Statt zeitlebens den Konsumentenkredit für einen A+++ Kühlschrank abzubezahlen, kaufen Sie lieber ein A++ Kühlgerät und zahlen Sie in den kommenden Jahren etwas mehr Geld für den Strom!
Auch die Platzverteilung interessierte uns im Kühl-Gefrierkombinationen Test, wenn auch nur am Rande. Wie groß das Gefrierabteil im Vergleich zum Kühlschrank idealerweise ausfallen sollte, obliegt den Anforderungen des Einzelnen bzw. dessen Familie. Manch eine Familie ernährt sich nur von Tiefkühlkost, weil an Mutti keine begnadete Köchin verloren gegangen ist. In diesem traurigen Falle gilt es den Tiefkühlbereich besonders groß zu wählen. Hängt Papi an der Flasche, ist auf ein großes Kühlabteil zu achten. In diesem Zusammenhang ist auch die Variabilität des Türregals von Bedeutung, damit die tägliche Ration des Ernährers ihren Platz findet. Bevor Sie eine Kühl-Gefrierkombination kaufen, hinterfragen Sie Ihr Ess- und Trinkverhalten und auch das Ihrer Familie. Wählen Sie Ihr Kühlgerät mit Bedacht und achten Sie nicht nur auf den Preis und den Energieverbrauch. Ebenso wichtig erscheint uns die Raumaufteilung, damit nicht zusätzlich noch eine Tiefkühltruhe oder ein Mini-Kühlschrank angeschafft werden müssen, um die Platzdefizite der neuen Kühlkombi auszugleichen. Wer einmal richtig nachdenkt und vielleicht überlegt, was ihm an seinem alten Kühlschrank nicht gefallen hat, kommt der idealen Kühl- und Gefrierkombination gefährlich nahe. Hat uns die Raumaufteilung unserer Testsieger auch sehr gut gefallen, so können Sie diesbezüglich völlig zu Recht eine ganz andere Meinung vertreten, denn Ihre Vorraussetzungen sind andere!
 

Testergebnis im Kühlschrank Test 2016

Ein guter Kühlschrank muss nicht teuer sein. Im Gegenteil. Manchmal sind die günstigen Kühl- und Gefrierkombinationen die besten. Sie lassen unnützen Firlefanz weg, wie z.B. die unsäglichen Gefriergutschubladen. Innovationen und eine hohe Energieeffizienz sind schön und gut. Wenn darunter jedoch Preis, Kühlvolumen und auch die Haltbarkeit der Kühl-Gefrierkombination leiden, so war die Anschaffung des A+++ Kühlschrankes ein Schuss in den Kühlmittelkreislauf. Im Ergebnis unseres Testberichtes empfehlen wir die Anschaffung eines A++ Kühlschrankes oder einer A++ Kühl- und Gefrierkombination. In ein bis zwei Jahren werden auch die A+++ Kühlgeräte so günstig sein, dass sich deren Anschaffung binnen weniger Jahre bezahlt macht. Im Moment lohnt sich der Kauf besonders energiesparender Kühlschränke noch nicht. Schon gar nicht ist es sinnvoll, einen nahezu neuwertigen A Kühlschrank auszurangieren, um im Jahr 30 EUR an Stromkosten zu sparen. Produktion und Entsorgung muss man in die Ökobilanz eines  Kühlschrankes mit einbeziehen. Möchte man sich als vermeintlicher Ökofritze nicht zum Robert machen, gilt es die Problematik ganzheitlich zu betrachten. Kaufen Sie sich nur dann einen neuen Kühlschrank, wenn der alte defekt ist! Muss eine neue Kühl-Gefrierkombination her, weil der bisherige Kühlschrank zu klein geworden ist, so nutzen Sie das Altgerät an anderer Stelle weiter oder vererben Sie es dem Filius!
Wer eine Kühl-Gefrierkombination kaufen möchte, sollte nicht mehr wie 500 EUR investieren müssen. Es geht auch günstiger, nimmt man Einbußen bezüglich Service, Garantie und/oder Lebensdauer in Kauf. Es geht aber auch deutlich teurer, achtet man zu verbohrt auf die Energieeffizienzklasse. Einen sehr guten Kühlschrank mit Gefrierfach bekommt man unterhalb der magischen 250 EUR Grenze.
Immerhin gab es im Kühlschrank Test nur 2 Totalausfälle zu beklagen. Nahezu alle übrigen Kühlgeräte überstanden unseren 2-wöchigen Dauertest, welcher eine Einsatzdauer von 14 Tagen simulieren sollte, bei voller Funktion. Unterschiede ergaben sich bezüglich der Kühlgut-Handhabung, aber auch bei der Kühlung an sich zu verzeichnen. In Abhängigkeit von der Außentemperatur schwankende Innentemperaturen, sind ein absolutes No-Go, aber leider bei vielen Kühlgeräten ein gefährliches Problem. Dass es im Kühlschrank unten kälter ist, als oben, erachten wir als Gott gegebenen Vorteil, welchen man nicht unbedingt elektronisch ausgleichen sollte. Man muss halt nur wissen, dass die Butter nach oben zur Tür hin gehört, das Fleisch nach unten möglichst weit hinten und Papis Ration in das Türregal.
 

Kühlschranktest I Kühlschrank Testsieger