Der kritische Wäschetrockner Test 2017

Kondenstrockner und Wärmepumpentrockner im Vergleich

Nicht erst unser Testbericht war nötig, um den hohen Energieverbrauch der Wäschetrockner zur Kenntnis zu nehmen. Das wusste Mann schon vorher. Nur die Frau tut weiterhin ahnungslos. Trotzdem sind die im Wäschetrockner Test 2017 zu bewertenden Elektro-Großgeräte, keine reinen Luxusgüter für Luxusweibchen. Manchmal sind die Trockner schlicht notwendig, weil die Trockenplätze an frischer Luft rar gesät sind. Man denke nur an Großstädte wie Berlin oder München, wo der laufende Meter Wäscheleine, 3x so teuer ist, wie der Wäschetrockner Testsieger aus unserem Testbericht. Wer in einer großen Wäschetrockner TestMietskaserne haust, umgeben von Wäschedieben, sollte sich, damit ihn nicht der Affe laust, in einen Wäschetrockner verlieben. Alternativ trocknet das Weib, ihre Wäsche am Leib. Im großen Wäschetrockner Test 2017, gilt es auch einen Blick auf den Waschtrockner zu werfen. Er macht die Wäsche erst nass und dann trocken, um auch die Bewohner kleinerer Wohnungen zu locken. Der beste Wäschetrockner im Test, ist kein Ersatz für den Trockenplatz an frischer Luft. Doch diese Weisheit ist im Einzelfall wenig hilfreich. Je nach Wohnsituation kann man gezwungen sein, sich entweder einen Kondenstrockner oder einen Wärmepumpentrockner kaufen zu müssen. Welcher von beiden das Potential zum Testsieger hat, gilt es in unserem Wäschetrockner Testbericht 2017 zu klären.

Die Anfänge des Wäschetrockners

Lange vor Erfindung der Waschmaschine, wuchs bei den Menschen das Bedürfnis nach trockener Wäsche. Die abklingende Eiszeit sorgte für klammes Wetter, so dass die Wäsche am Leib der Höhlenbewohner, stets feucht und klebrig anmutete. Da man zur damaligen Zeit die Kleidung nicht wechselte, sondern bei Abnutzung partiell austauschte, konnte man sie nur am Leib ihres Besitzers trocknen. Dazu überschüttete man den feucht Bekleideten, je nach Verfügbarkeit, mit Holzkohle oder Reis. Beide Rohstoffe sind dafür bekannt, Feuchtigkeit in großen Mengen aufnehmen und binden zu können. Der hitzige Mann oder die heiße Frau brachten das Wasser in der Kleidung zum Verdampfen und die biologischen Entfeuchter (Holzkohle in Europa und Reis in Asien), nahmen den Wasserdampf in sich auf. Noch heute werden Reis und Holzkohle in PKWs als Luftentfeuchter eingesetzt, um das Zufrieren der Autoscheiben von innen wirkungsvoll zu verhindern. Das Entfeuchten der Wäsche funktionierte jedoch nur leidlich und dauerte damit eine Ewigkeit. Mann und Frau wurden zu lange von ihrer Gott gegebenen Hauptaufgabe abgehalten. Die Geburtenrate sank und brachte den Neandertaler in Existenznot. Von der Effektivität der im Wäschetrockner Test zu prüfenden Geräte, waren die damaligen Methoden weit entfernt.
Der Neuzeitmensch trieb die Entwicklung des Wäschetrockners ausversehen voran. Er erfand den Wäscheofen um die Schmutzwäsche darin zu kochen. Ins Wirtshaus gegangen, vergaß er die siedende Wäsche und staunte nicht schlecht, als er am nächsten Morgen nach Hause kam. Während das Wasser verdunstete, sorgte die glühende Kohle weiter für aufsteigende Hitze. So war die Wäsche nicht nur rein, sondern auch noch trocken wie ein Stein. Der erste vollmanuelle Waschtrockner war erfunden. Da das Reinigungsergebnis unterdes nicht das Beste war, splittete man den Waschtrockner bald auf, in Waschmaschine und Wäschetrockner.

Die Bauformen der Wäschetrockner im Vergleich

Kondenstrockner

Der Kondensationstrockner geht nicht zimperlich mit dem bösen Atomstrom um, und vernichtet ihn nahezu vollständig. Dafür kann man ihm doch nicht böse sein? Eine trockene, nach Feuchtigkeit hungernde Warmluft, wird an die in einer Trommel rotierenden Wäsche herangeführt. Wie ein Magnet zieht die trockene Warmluft die Feuchtigkeit aus der Wäsche. Ist die Luft gesättigt wird sie über einen Kondensator abgekühlt. Das in der Luft gebundene Wasser kondensiert und wird entweder in einem Kondenswasserbehälter gesammelt, oder nach außen abgeleitet. Wie von konventionellen elektrischen Direktheizern gewohnt, zuzeln auch die Kondenstrockner dankbar an der Steckdose. So errechneten wir im Kondenstrockner Test einen Preis pro Wäscheladung von ca. einem EUR. Dabei unterschieden sich die im Vergleich gegenüber stehenden Kondenstrockner marginal (+/- 20%). Je schlechter die Wäsche zuvor in der Waschmaschine geschleudert wurde, desto teurer wird der Trockenspaß. Ob der Preis von einem EUR teuer oder günstig anmutet, obliegt der Sichtweise des Einzelnen. Die Frau mit einem Korb nasser Wäsche (10kg) 3 Etagen nach unten zu jagen, um dort die Wäsche an der Leine aufzubaumeln, dauert inkl. abnehmen und hoch tragen, ggf. Wäschespinne auf- und abbauen, eine halbe Stunde und kostet viel Kraft. Trifft die Frau unten auf eine zweite Frau, kommt sie nicht selten erst nach 3 Stunden wieder nach oben. So gesehen ist ein EUR nicht viel. Ökofritzen werden trotzdem keinen Moment auslassen, Ihnen den hohen Energieverbrauch Ihres Kondensationstrockners vorzuhalten. Die Anschaffungspreise der von uns getesteten Kondenswassertrockner sind vergleichsweise günstig. Ein Wärmepumpentrockner kostet im Schnitt das Doppelte. Konventionelle Kondensationstrockner mit Heizstab, arbeiten etwas schneller als die mit Wärmepumpe.

Wärmepumpentrockner

Geräte mit Wärmepumpe kommen immer gut an! Das hat so einen ökologischen Touch. Dass sich die damit verbundenen Mehrkosten für die Anschaffung des betreffenden Gerätes in 20 Jahren nicht amortisieren, interessiert den Ökofritzen nicht. Er rechnet sich die Sache irgendwie passend. Nachts schläft er zudem ruhiger, weil er der Umwelt etwas gutes tut. Nun eigentlich tut er nichts Gutes, sondern weniger Schlechtes. Sein Wärmepumpentrockner verbraucht nur halb soviel Strom bei doppeltem Anschaffungspreis. Eine Wäscheleine kostet so gut wie nichts, verbraucht keinen Strom und sollte für den Ökofritzen das Mittel der ersten Wahl darstellen. Etwa 800 Wäscheladungen sind nötig, um den höheren Anschaffungspreis des Wärmepumpentrockners gegenüber dem Kondenstrockner ökonomisch zu rechtfertigen. Somit bräuchte der Single 10 bis 15 Jahre, um die Mehrkosten für einen Wärmepumpentrockner wieder rein zu holen. Das kann sich nicht ausgehen! Zum einen ist er lange vorher dem Suff erlegen, zum anderen gehen auch "hochwertige" Geräte heute nach 3 bis 5 Jahren wirtschaftlich irreparabel kaputt. Selbst bei stark steigenden Stromkosten, dürfte sich der Trockner mit Wärmepumpe für ihn nicht rentieren. Rentabel könnte es für den 3 Personen Haushalt werden, bezieht man die stets steigenden Strompreise in seine Überlegungen mit ein. Bei einer Familie mit mehreren Kindern oder einer Hausgemeinschaft, erachten wir den Wärmepumpen-Wäschetrockner als die erstrebenswertere Variante. Dem Unentschlossenen möchten wir folgenden Ratschlag mit auf den Weg geben: Wenn absehbar ist, dass innerhalb der 2 bis 3 jährigen Garantiezeit eines Wäschetrockners mindestens 600 Wäscheladungen zu trocknen sind, sollte auf einen Trockner mit Wärmepumpe zurück gegriffen werden. Die Strompreise werden sich dank E-Auto binnen 5 Jahre verdoppeln, so dass die Amortisierung für den feucht fröhlichen Mehrpersonenhaushalt zu schaffen sein sollte. Über die Garantiezeit hinaus, sollte man bei heutiger Produktqualität nicht mit dem Wäschetrockner planen. Hinzu kommt die Tatsache, dass immer neuere, noch sparsamere Gerätegenerationen auf den Markt kommen, die den heutigen Wärmepumpentrockner dann ziemlich alt aus sehen lassen. Die hohen Stromkosten verlangen dann schnell nach einer Neuanschaffung, obwohl sich der alte Trockner noch nicht amortisiert hat.
Von der technischen Seite her, gleicht der Wärmepumpentrockner weitgehend dem Kondenstrockner. Die Wärmepumpe erspart dem Trockner unterdes den stets energiehungrigen Heizstab. Von Nachteil sind dabei die längere Trocknungsdauer der Wäsche und die größere Komplexität des Trockners. Letzteres führt zu einer höheren Anfälligkeit und ggf. zu deutlich höheren Reparaturkosten. Auch dies beziehen die Ökofritzen aber auch die Hersteller, selten in ihre Rechnungen mit ein. Die Stiftung Warentest vermerkte es unterdes in ihrem Wäschetrockner Testbericht.

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Ablufttrockner

Der Ablufttrockner spielte in unserem Test keine Rolle. Er arbeitet nach einem anderen, sehr gefährlichen Prinzip. Er arbeitet nicht mit einer Luftladung, sondern saugt die trockene Luft kontinuierlich an, um sie fortwährend feucht wieder auszuspucken. Dies geht nur über eine Leitung die ins Freie führt. Das Wasser wird also nicht intern von der Luft getrennt, welche beim Kondenstrockner wieder verwendet wird. Der erhöhte Installationsaufwand ist noch der harmloseste Nachteil des Ablufttrockners. Das kontinuierliche Ansaugen der Raumluft, führt zu einem Unterdruck, welcher ein Fertigteilhaus zur Implosion bringen kann. In gut gedämmten Massivhäusern, kann es schnell zu einem Luftmangel kommen. Allein in Berlin starben in den Neunzigern über tausend Menschen, an den Folgen ihres Ablufttrockners. Sie erstickten des Nachts in ihren Betten, weil aufgrund hermetisch abgeriegelter Fenster und Fassaden, keine ausreichende Frischluft in das Gebäude nachrücken konnte. Deshalb sind die Abluftwäschetrockner aus den Privathaushalten weitgehend verschwunden. In Wäschereien mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen, werden sie nach wie vor gerne hergenommen, zumal sie recht einfach gestrickt sind und daher sehr wartungsarm und dauerhaft agieren. Obwohl die Ablufttrockner längst aus den Privathaushalten verschwunden sind, sterben noch immer viele Menschen an den Spätfolgen der Ablufttrockner. Gerade in den Kellern, dem bevorzugten Einsatzgebiet der Trockner, finden wir das in der Natur vorkommende Edelgas Radon. Dessen Zerfallsprodukte sind die Hauptursache für den tödlichen Lungenkrebs. Ablufttrockner sorgen durch die stetige Luftansaugung, für ein Aufwirbeln des tödlichen Gases. Durch geöffnete Kellertüren und Schlüssellöcher, gelangt es dann in die oberen Etagen des Hauses. Wer sich dieser Gefahr bewusst ist, muss seinen alten Ablufttrockner nicht entsorgen. Er sollte ihn aber nicht im Keller, sondern auf dem Dachboden betreiben. Dort ist auch die Frischluftzufuhr naturgemäß oft besser geregelt. Da der Mensch nicht gerne die nasse Wäsche auf den Dachboden wuchtet, kauft er sich besser gleich einen Kondenstrockner, egal ob mit oder ohne Wärmepumpe. Dieser kann auch im Keller gefahrlos betrieben werden.

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Waschtrockner

Ist im Wäschetrockner eine Waschmaschine integriert, nennt man das Kombigerät "Waschtrockner". Kombigeräte haben immer ihre Vor- und Nachteile. Diese sind nicht immer leicht abzuwägen. Die Waschtrockner glänzten im Test mit ihrer Doppelwirkung, frustrierten aber mit ihrem Dreifachpreis. Dem gegenüber erfreuten sie mit ihrer geringeren Raumforderung. Raumforderungen sind immer schlecht, sowohl in der Lunge, als auch in der Einraumwohnung. Wer in einer kleinen Wohnung haust, kommt um die neckischen Kombigeräte nicht umhin. Sie waschen und trocknen auf einem Quadratmeter, während ansonsten ein ganzer Kellerraum vonnöten wäre. Abgesehen vom hohen Anschaffungspreis, gilt es auch die Defektnachteile eines Waschtrockners ins Auge zu fassen. Aufgrund seiner höheren Komplexität, ist ein deutlich früherer Totalausfall zu erwarten. Zudem kann man sich sowohl von der Waschmaschine, als auch vom Trockner verabschieden, wenn nur eines der beiden Geräteteile den Geist aufgibt. Wer den Platz hat, sollte sich deshalb immer für separate Geräte entscheiden. Diese kann man zur Not übereinander installieren! Die Erfahrungsberichte der Waschtrockner Nutzer zeugen zudem von einem weiteren Nachteil. So soll die Wäsche ziemlich zerknittert das Bullauge verlassen. Man hat also einen leicht erhöhten Bügelaufwand, obwohl dies in technischer Hinsicht nicht zwangsläufig so sein müsste. Die Waschtrockner erwiesen sich unterdes im Test, noch nicht ganz so ausgereift. Allen Nachteilen zum Trotz, ist der Waschtrockner für räumlich eingeschränkte Vertreter, oft die einzige Alternative. Keinesfalls eine schlechte Alternative, wenn keine Wäscheleine zur Verfügung steht.

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Die Alternativen zum Wäschetrockner

Die Waschmaschine von heute, bietet die Möglichkeit der Wäscheschleuderung. Wer eine Waschmaschine mit 1400 Umdrehungen zur Verfügung hat, sollte seine Wäsche nicht bei 800 Umdrehungen schleudern. Selbst empfindliche Wäschestücke zerfetzen nicht, wenn man die maximale Schleuderkraft auslotet. Schließlich fliegt die Wäsche nicht aufgeregt durch die Gegend, sondern liegt am Rande der Trommel an. Lediglich das Wasser wird durch die Zentrifugalkraft von der Wäsche getrennt. Wer die Wäsche ordentlich schleudert, kann sie erdfeucht aus der Waschmaschine entnehmen. Da braucht man nur einmal in den Schlüpfer zu pupen und schon ist er furz trocken. Anders ausgedrückt, kann man die Wäsche im Badezimmer aufhängen und einen Tag später ist sie trocken. Auch ohne Trockenplatz an frischer Luft, ist also ein Wäschetrockner selten nötig. Auch hier muss man aber wieder zwischen dem Singlehaushalt und dem Mehrpersonenhaushalt unterscheiden. Wer ein Grundstück besitzt, und sei es nur ein kleiner Atriumhof, sollte bei entsprechender Freizeit, ganz auf den Wäschetrockner verzichten können. Wer aber als Mann meint, er hätte genügend Freizeit, sollte nicht zwangsläufig die Freizeit seiner Frau verplanen. Sie hat bei aller Sorge für die Familie, auch mal das Recht, in aller Ruhe ein Buch zu lesen. Zum Beispiel das Handbuch eines Wäschetrockners. Bevor man einer Frau einen Damenrasierer zum Frauentag schenkt, sollte man sie besser zum Muttertag mit einem Wäschetrockner beglücken! Auch wenn ein Trockenplatz vorhanden ist, freut sich das alte Mädchen über den Zugewinn an Freizeit. Ein Euro mehr oder weniger pro Woche, sollte die Familie nicht ruinieren, es sei denn der Mann ist ein totaler Looser.

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Der Wäschetrockner Test im Detail

Trocknungswirkung im Vergleich

Trocken werden sie alle, die Wäschestücke! Nur wann ist die Frage. Dass der Wärmepumpentrockner länger braucht als der reine Kondenstrockner, wurde bereits vermerkt. Angesichts niedrigerer Verbrauchskosten sei ihm dies verziehen. Doch auch die Kondenstrockner untereinander wichen in ihrer Trockenleistung deutlich voneinander ab. So vermochten die besten Kondenstrockner im Test, eine 6 kg Testladung (gut vorgeschleudert) binnen 60 Minuten, bei einem Stromverbrauch von 2,5 kW zu trocknen. Auf der anderen Seite gab es Trockner, welche einen zweiten Anlauf benötigten, weil die Wäsche nach Ablauf des gewählten Standard-Programms, partiell noch klamm war. Der negative Ausreißer unter den Testkandidaten brauchte 120 Minuten und 9 kW Strom. Auch die Wärmepumpentrockner glichen sich in ihrer Trockenwirkung nicht wie ein Ei dem anderen. Es kann sogar sein, dass zur Erzielung eines identischen Trocknungsgrades, ein schlechter Wärmepumpentrockner mehr Energie verbraucht, als ein guter Kondenstrockner mit konventionellem Heizstab. Addiert sich nämlich zur ohnehin längeren Trockenzeit ein zweiter Trockengang hinzu, verbraucht der Wärmepumpentrockner plötzlich nicht mehr 1,5 kW sondern 3 kW für eine Wäscheladung. Dieses Kunststück brachten immerhin 2 der getesteten Wärmepumpentrockner fertig. Da braucht man sich über die Amortisierung der doppelt so hohen Anschaffungskosten keine Gedanken mehr zu machen. Abhilfe schafft auch hier das gründliche Vorschleudern und die Minderbestückung der Trommel. Packt man nur 5 Kilo gut geschleuderte Wäsche in den 7kg Wäschetrockner, geht das Trocknen natürlich schneller über die Bühne.

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Lautstärke der Trockner

Auch im Lautstärke Vergleich der Wäschetrockner gab es große Unterschiede zu vermerken. Nicht immer ist die Intensität der Luftschallemission am Preis eines Gerätes zu erkennen. So agierte der sehr günstige Testsieger flüsterleise und wohnraumtauglich, während deutlich teurere Trockner gut 15dB mehr zum Besten gaben. So reichte die Spanne der Luftschallemissionswerte im Test, von ca. 50 bis 80 dB. Ist der eine Wert kaum wahrnehmbar, so kann der andere Wert die Ohren zum Schlackern bringen. Jenseits der 70dB, sollte ein Wäschetrockner im Keller betrieben werden. Jenseits der 80 dB, hilft auch das nichts mehr. In einem Mehrfamilienhaus könnte es zu Verstimmungen kommen oder gar zum Einsturz. Auch bei den Luftschallemissionen gab es für den Wärmepumpentrockner im Test keinen Vorteil festzustellen. Egal ob Kondenstrockner mit oder ohne Wärmepumpe, es gibt laute und leise Vertreter innerhalb einer Gattung. Zum Testsieger konnte sich nur küren lassen, wer seine ruhige Arbeitsweise im Wäschetrockner Test unter Beweis gestellt hat. Zum Wärmepumpen-Trockner gilt es negativ anzumerken, dass sich bei ihm aufgrund der längeren Trocknungsdauer, auch der Zeitraum der Lärmbelästigung vergrößert. Deshalb sollte, wer einen Trockner mit Wärmepumpe kaufen möchte, auf einen besonders niedrigen Schallpegel achten!

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Energieverbrauch Kondenstrockner vs. Wärmepumpentrockner

Dass der Wärmepumpentrockner nur halb soviel Strom verbrauchen soll wie der Kondensationstrockner mit Heizstab, wurde von den Herstellern zur Genüge beworben. Doch ist dies wirklich so? Nein! Zwar verbrät er nur halb soviel kW pro Stunde, benötigt aber länger für den Trocknungsvorgang. Besonders teure Geräte hinken den Kondenswassertrocknern mit Heizstab, unterdes kaum noch hinterher, wenn es um die Dauer der Trocknung geht. Unterm Strich kann man im Ergebnis unseres Testberichtes vermelden, dass ein Wärmepumpentrockner gut ein Drittel weniger Energie verbraucht.
Schaut man sich die einzelnen Geräte innerhalb einer Kategorie an, gilt es marginale aber auf Dauer nicht zu vernachlässigende Unterschiede im Umgang mit der Energie zur Kenntnis zu nehmen. Während die besten Kondenstrockner im Normgang mit rund 3,5 kW/h zufrieden waren, nahmen sich die Looser im Praxistest gut 4,5 kW/h zur Brust. Das summiert sich im Laufe der Jahre auf ein stattliches Sümmchen von etwa 100 EUR. Bei den Wärmepumpentrocknern fällt der Unterschied zwischen den Testprobanden nicht ganz so hoch aus. Da gibt es Geräte die im Normprogramm 1,8 kW verbraten (nicht pro Stunde, sondern bis zur Trocknung der Wäsche) und es gibt energetische Tiefflieger mit einem Verbrauch von gut 2,2 kW. Aufgrund des geringeren Abstandes, gilt es beim Kauf eines Trockners mit Wärmepumpe, besonders auf dessen Anschaffungspreis zu achten. Kostet er 200 EUR mehr, verschiebt sich die Amortisierung trotz Minderverbrauches deutlich nach hinten.
Bei der derzeitigen (Preis)Lage, empfehlen wir trotz hoher Energiepreise fast immer den Kondenstrockner mit Heizstab. Ursächlich dafür ist das schnelle Voranschreiten des technologischen Fortschritts und die geringe Lebensdauer der Trockner. Bevor sich ein Wärmepumpentrockner amortisieren kann, wurde er längst durch ein neues, noch sparsameres z.B. mit Schallwellen funktionierendes Gerät ersetzt.

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Installation und Bedienung der Trockner

Die von uns getesteten Kondensationstrockner mit und ohne Wärmepumpe, erforderten keinen übermenschlichen Installationsaufwand. Lediglich der Transport der im Schnitt 50kg schweren elektronischen Großgeräte zum Einsatzort, erforderte eine gehörige Portion Spinat im Verdauungsapparat. Alternativ gilt es zwei Möbelpackern je 5 EUR Trinkgeld in den Hosenstall zu stecken. Steht das Gerät wo es die nächsten Jahre verweilen soll, hat man es auch schon fast geschafft mit der Installation. Lediglich einige Transportsicherungen müssen entfernt werden, wofür man nicht unbedingt einen höheren Schulabschluss benötigt. Etwas Feingefühl und Geduld ist hingegen bei der Ausrichtung der Trockner vonnöten. Wie Waschmaschine, Kühlschrank und Geschirrspüler, muss auch der Trockner in Waage stehen. Ansonsten leiden die Laufruhe und auch die Haltbarkeit des Gerätes.
Für den Anschluss an das Stromnetz genügt in der Regel eine gewöhnliche Schuko-Steckdose. Sicherheitshalber sollte aber ein Blick in das beiliegende Handbuch geworfen werden. Zu beachten gilt es in jedem Falle, dass Waschmaschine und Trockner zusammen soviel Strom benötigen, dass es zum Steckdosen-Supergau kommen kann. Keinesfalls dürfen beide Geräte an einer Verteilerschnur betrieben werden. Wer beide Haushaltsgeräte gleichzeitig betreiben möchte, kommt nicht umhin einen Elektriker zu Rate zu ziehen. Ansonsten ist die benötigte Leistung der beiden Stromschleudern so hoch, dass sie zum Wohle des noch nicht abgebrannten Hauses, nacheinander und niemals zeitgleich in Betrieb genommen werden sollten.
Gängige Kondenswassertrockner einschließlich der mit Wärmepumpe, kommen ohne Abwasserleitung zu Rande. In ihnen befindet sich ein ausreichend dimensionierter Tank, welcher regelmäßig per Hand zu leeren ist. Trotzdem kann man das Wasser auf Wunsch mittels Abwasserleitung aus dem Gehäuse verbringen. In keinem Falle ist jedoch der Aufwand so groß wie beim Ablufttrockner, welcher zum Glücklichsein eine Abluftleitung ins Freie benötigt, ähnlich wie die mobile Klimaanlage.
Die Bedienung der Wäschetrockner gestaltete sich im Test, wie auch schon von den Waschmaschinen gewohnt, weitgehend intuitiv. Lediglich die Beschriftungen an den Programmwahlschaltern der Testprobanden hätten wir uns oft etwas größer gewünscht. Auch beim Testsieger Wäschetrockner hat man nicht an Blinde und Sehschwache gedacht. Ist die Waschküche gut beleuchtet und hat sich bei der Hobby-Wäscherin etwas Routine eingeschlichen, sollte es bezüglich der Beschriftung keine dauerhaften Probleme geben. Die zur Verfügung stehenden Trockenprogramme schienen uns bei den meisten Testkandidaten ausreichend bemessen und sinnvoll abgestuft.
Der Wartungsaufwand ist erfreulicherweise bei allen getesteten Trocknern sehr gering. Bei einigen Geräten, muss nicht einmal das Flusensieb gereinigt werden. Bei den meisten Geräten ist jedoch, um den ungehinderten Zustrom der Luft zu gewährleisten, regelmäßig das Flusensieb zu reinigen. Dabei kann das Flusensieb gleich auf Beschädigungen geprüft werden. Ein verstopftes Flusensieb kann zum Brand und somit zur besonders schnellen Trocknung der Wäsche führen. Der Testsieger unter den Wäschetrocknern warnt nicht nur bei verstopftem Flusensieb, sondern besitzt auch eine Sicherheitssperre. Geräte mit selbstreinigendem Flusensieb glänzten im Test oft mit einer schlechten Trockenleistung und mit einem höheren Verbrauch.
Der ausziehbare Wasserauffangbehälter der Kondenstrockner muss regelmäßig geleert werden. Diesen furchtbaren Aufwand umschifft man, indem man das kondensierte Wasser wie bei einer Waschmaschine, mittels Abwasserschlauch der Kanalisation zuführt. Nutzt man jedoch den Wasserauffangbehälter, gilt es diesen und dessen Einschub, ab und zu auf Schimmelsporen hin zu untersuchen. Gehäuse und Trommel sollten bei auftretender Verschmutzung mit einem feuchten Tuch, ggf. mit einem milden Haushaltsreiniger gereinigt werden. In Sachen Installation, Bedienung und Wartung, brachte unser Wäschetrockner Test keine gravierenden Unterschiede zu Tage.

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Wäschetrockner im Dauertest

Im Schnitt hat ein Wäschetrockner in 5 bis 10 Jahren, rund 800 feuchte Wäscheladungen zu überleben. Die Dauer seines Lebens hängt dabei maßgeblich von der Zahl der Familienangehörigen ab. In einem Zeitraum von 50 Tagen, muteten wir den Testprobanden unter haushaltsüblichen Bedingungen, 400 erdfeuchte Wäscheladungen zu, welche zuvor mit 1200 Umdrehungen in der Waschmaschine geschleudert wurden. Aller 2 Wäscheladungen gönnten wir den Testkandidaten eine Pause von einer Stunde und nutzten die Zeit zur Wartung.
Eigentlich kein Problem sollte man meinen?! Jedoch nur zwei der 26 Wäschetrockner erreichten das Ende des Dauertestes unbeschadet. Ein Gerät machte gleich zu Beginn des Dauertestes, durch seine schlechte Verarbeitung und Passgenauigkeit auf sich aufmerksam. Eben dieses Gerät setzte auch gleich die vierte Wäscheladung in Brand. Der bei uns für die Logistik zuständige Mitarbeiter, musste sich darauf hin neu einkleiden. An dieser Stelle der gut gemeinte Rat, sowohl auf den Preis des zu kaufenden Gerätes, als auch auf die Herkunft der Firma zu achten, welche sich mit ihrem Markennamen für den Trockner verantwortlich zeichnet. Zwar stammen die meisten Wäschetrockner so oder so aus China oder irgend einem Korea, aber diese Tatsache allein muss noch kein No-Go darstellen. Wie denn auch, wenn man keine Wahl hat? Zeichnet sich jedoch eine deutsche oder europäische Firma für das Produkt verantwortlich, kann man von einer durchdachten Konstruktion und überwachten Produktion des entsprechenden Gerätes ausgehen. Dass die Arbeiter in ihrer Heimat reihenweise aus höher liegenden Fenstern springen, hat nichts mit der Produktqualität zu tun! Oft ist es Liebeskummer oder die innere Uhr ist einfach abgelaufen. Billigfabrikate aus Fernost hingegen, feilgeboten in hiesigen Baumarktketten, sind oft das Blech nicht wert, aus welchem sie geformt wurden. Immerhin gingen diese 5 Wäschetrockner im Dauertest zu einem so frühen Zeitpunkt kaputt, dass in der Realität von einem Garantiefall ausgegangen werden kann. Trotzdem kosten die Reklamation und der Austausch eines Großgerätes, viel Zeit und Nerven, auch wenn der Hersteller für die Reparatur oder das Ersatzgerät aufkommt. Etwas besser lief es für 12 Markengeräte, welche immerhin die Halbzeit des Dauertestes, oder man könnte auch sagen das Garantieende mit Erfolg erreichten. Unmittelbar danach gingen sie irreparabel kaputt. Die restlichen Trockner (zwei mit Wärmepumpe, 6 ohne), sahen das Licht am Ende des Tunnels. Kurz vor Testende ging dann auch der vorletzte im Test verbliebene Wärmepumpentrockner kaputt. Aufgrund der Wärmepumpentechnologie, sind solche Trockner naturgemäß defektanfälliger. Von den sechs Kondenstrocknern welche den Dauertest überstanden, wanderten 4 direkt zum örtlichen Wertstoffhof. Zu schlecht war ihr Zustand, als das man sie weiter hätte verwenden können. Teilweise waren die Trommeln angerostet. Das schadet der Wäsche! Zwei Kondenstrockner überstanden den Test mit Bravur und wurden zum doppelten Neupreis bei Ebay versteigert. Der Kondenstrockner Testsieger entsprach in seiner sehr guten Benotung dem zweitplatzierten Kondenswäschetrockner, kostete aber rund ein Drittel weniger.

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Ergänzende Hinweise für das Heimchen am Wäschetrockner

Nirgends trocknet die Wäsche so schön und geschmeidig, wie unter der windigen Südsonne. Dort trocknet die Wäsche auch deutlich schneller als im Wärmepumpentrockner, vorausgesetzt dass in der Bezeichnung des aktuellen Kalendermonats kein R enthalten ist (Mai bis August). In der kalten Jahreszeit (September bis April), kann ein im Test für gut befundener Wäschetrockner, die Trockenzeit deutlich verkürzen. Die Arbeitsersparnis hingegen, sollte für den Mann keinen Grund darstellen, der Frau einen Wäschetrockner zum Muttertag zu schenken. Bewegt sie sich nämlich noch weniger, passt sie irgend wann nicht mehr durch die schmale Tür zur Waschküche.
Wie bereits erwähnt, sollte die Wäsche zunächst in der Waschmaschine bei Höchstdrehzahl geschleudert werden. Dies schadet der Wäsche nicht, es sei denn auf dem Pflege-Etikett eines Wäschestückes steht etwas anderes vermerkt. Schleudert man seine Wäsche bei 1400 oder gar 1600 Umdrehungen, kommt die Wäsche fast schon trocken aus der Waschmaschine. Der Wäschetrockner hat dann leichtes Spiel und verbraucht deutlich weniger Energie.
Steht eine Frau über Jahre zu nah am Abluftwäschetrockner, kann Sie verschrumpeln wie eine Zwetschke. Der Ablufttrockner zieht die Luft aus dem Raum und führt sie samt der aufgenommenen Feuchtigkeit nach draußen. Kurzfristig kann es auch zur Dehydrierung kommen. Von diesen Problemen betroffen, sind aber in erster Linie professionelle Wäscherinnen, da Ablufttrockner in Privathaushalten wegen ihrer Gefährlichkeit nicht mehr betrieben werden.